Fachkräftemangel Deutschland mit handwerklicher Ausbildung

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RainerSturm / pixelio.de

In jedem dritten Handwerksbetrieb fehlen momentan gut ausgebildete Facharbeiter. So wird derzeit der Aufschwung im Bauhandwerk auch durch den Mangel an Fachkräften gehemmt. Besonders den mittelständischen Baubetrieben fehlen gut ausgebildeten Fachkräfte.

Die bundesweiten Arbeitslosenzahlen spiegeln zum Teil die Konjunktur wieder. Doch häufig sind es Beschäftigungsverhältnisse für gering qualifizierte Mitarbeiter, die bei einem Abschwung zu erst reduziert werden. Solide ausgebildete Facharbeiter und Techniker sind dagegen auch in mageren Phasen gefragt. Dazu eine Expertenaussage von Vera Calasan der Geschäftsführerin des Personaldienstleisters Manpower Deutschland: „Der Fachkräftemangel, der während der Wirtschaftskrise unberechtigterweise in Vergessenheit geraten war, ist wieder in aller Munde. Insbesondere mittelständischen Unternehmen wird er massive Sorgen bereiten. Dem Mittelstand werden in den nächsten Jahren zig Tausende Spezialisten fehlen.“

Eine Umfrage des Personaldienstleisters bei mehr als tausend Firmen in Deutschland ergab, dass fast ein Drittel aller Unternehmen (29 Prozent) einen Fachkräftemangel beklagen. 2009 waren es zwar noch 35 Prozent, doch auf Basis der Erholung der Wirtschaft wird die Zahl in naher Zukunft wieder deutlich ansteigen.

International ist der Mangel an Fachkräften noch dramatischer. In Japan müssen mehr als zwei Drittel aller Unternehmen auf dringend benötigte Fachkräfte verzichten. In Deutschland sich die Engpässe im Allgemeinen noch mit dem weltweiten Durchschnitt vergleichbar.

Die bundesweite Studie des Personaldienstleisters Manpower besagt, dass vor allem Arbeitskräfte mit handwerklichen Ausbildungen, zunehmend aber auch medizinisches Fachpersonal und Angestellte im IT-Sektor fehlen.20.000 offene Stellen verzeichnet der IT-Branchenverband Bitkom in einer aktuellen Mitteilung. Damit klagt jedes dritte IT-Unternehmen über den Mangel an qualifiziertem Fachpersonal.

Viele Fachkräfte in den Handwerksbetrieben werden in den nächsten fünf bis zehn Jahren in den Ruhestand treten. Dies wird die Situation noch verschärfen, da diese Stellen mit gut ausgebildetem Personal nach besetzt werden müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Hier hilft folglich nur eine konsequente Aus- und Weiterbildung im Bauhandwerk. Nur eine deutliche Belebung des Lehrstellenmarktes kann den fortschreitenden Überalterungsprozess verlangsamen. Auch wenn viele Unternehmer den Bildungsstand der jungen Schulabgänger als mangelhaft bezeichnen, so darf das Bauhandwerk seine Bemühungen um neue Fachkräfte nicht einstellen.

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