Farben als erfolgreiches Marketinginstrument

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Foto: Kärcher

Die Erfahrung zeigt, dass man sich gerne an etwas orientiert, um sich den Alltag zu erleichtern. Dabei heben sich in der Regel immer die Hersteller ab, die durch Besonderheiten hervorstechen. Vor allem farblich kann man beim Kunden hier viel erreichen. Denn was ist lästiger als die Nadel im Heuhaufen  zu suchen, wenn sie auch einfach zu finden wäre? Namhafte Hersteller verwenden daher immer öfter unterschiedliche Farben bei ihren Produkten, um sie voneinander abzugrenzen.

Bei Bosch geht die farbliche Trennung seiner Elektrowerkzeuge auf eine lange Tradition zurück. Bereits in den 1970er Jahren entschied sich das Unternehmen für eine farbliche Trennung der Profi- und Heimwerkergeräte. Damals begann die Zeit der Baumärkte, wodurch auch immer mehr Heimwerker Interesse an Elektrowerkzeugen entwickelten. Diese waren aber damals nicht nur teuer, sondern oft auch kompliziert in der Anwendung und hatten wesentlich geringere Anforderung zu erfüllen als beim Profi. Bosch entwickelte also eine zusätzliche Produktreihe. Damit beide Zielgruppen aber stets schnell wussten, was das für sie richtige Werkzeug ist, trennte man sie farblich voneinander. Diesem Konzept ist der Hersteller  bis heute treu geblieben. Für die Profis sind die Geräte Blau, für den Hobby-Handwerker dagegen Grün.

Was damals aus einer Vereinfachung zur Innovation wurde, wird heute immer mehr zum Standard. Viele Hersteller haben erkannt, wie wichtig Farben für Kunden sind und wie gezielt man sie für die eigenen Marketingzwecke einsetzen kann. Kärcher beispielsweise führte über Jahrzehnte ein Gelb bei seinen Geräten. Gerade die professionellen Anwender störten sich aber daran, denn die Farbe sehr auffällig und schmutzempfindlich im täglichen Einsatz war. Kärcher nahm diese Kritik an und setzte sie auch um. Inzwischen sind nur noch die Geräte für den privaten Nutzer Gelb. Die der gewerblichen sind nun in dezentem Grau.

Der japanische Hersteller Makita hat gleich zwei Veränderungen vorgenommen. Zum einen hat er erst einmal überhaupt Geräte für den privaten Anwender entwickelt. Diese laufen aber nicht nur unter dem Namen „maktec“, sondern heben sich auch farblich von den professionellen  Geräten ab. Die Makita-Produkte für den professionellen Gebrauch sind nach wie vor in dem traditionellen, leicht ins Türkis gehende Blau. Die Heimwerker-Modelle sind Hellrot.

Es zeigt sich also mehr und mehr, dass Hersteller nicht nur über die Qualität ihrer Produkte ein Image nach außen transportieren, sondern auch über Farbkonzepte. Für den Kunden entsteht so eine einfachere Orientierung und darüber hinaus eine Bindung an gewisse Produkte.

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