Fast keine arbeitslosen Bauhandwerker im September

News , 01.10.2010 , Stephan Gruber Bild zu: Fast keine arbeitslosen Bauhandwerker im September
Grossmann Bau Rosenheim/Obb.

Da sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt deutlich gebessert hat, wird es immer schwieriger, gutes Fachpersonal im Handwerk zu finden. Die Zahl der Arbeitslosen ist im gesamten Bundesgebiet im Vergleich zum August um 157.000 auf 3,031 Millionen gesunken. Die Arbeitslosenquote verringerte sich dabei um stolze 0,4 Prozentpunkte auf insgesamt 7,2 %. Der Rückgang ist wesentlich deutlicher als für einen September üblich. Insgesamt haben wir so wenig Arbeitslose wie seit 1998 nicht mehr.

„Es ist inzwischen völlig klar, dass die Entwicklung besser ist als befürchtet“, so der Chef der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise. Verantwortlich für den enormen Schub sind der starke Export und der Konsum. Auch für das kommende Jahr rechnet Weise mit einer anhaltenden guten Tendenz auf dem Arbeitsmarkt. „Die Arbeitslosigkeit sinkt, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und Erwerbstätigkeit steigen, die Nachfrage nach Arbeitskräften durch die Unternehmen ist hoch“, erklärte Weise. Ein Wermutstropfen liegt aber auch im demografischen Wandel. Denn dem Arbeitsmarkt stehen in den nächsten Jahren immer weniger junge Bundesbürger zur Verfügung.

Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Job-Suchenden vielleicht schon im Oktober unter die magische 3-Millionen-Marke sinkt! Besonders das Bauhandwerk mit seinem gesunden Mittelstand mausert sich als Stütze für die deutsche Wirtschaft und sorgt für ein regelrechtes Job- und Ausbildungswunder.

Weiter an Bedeutung verloren hat besonders die Kurzarbeit im produzierenden Gewerbe. Nach den vorläufigen Daten bekamen im Juli 288.000 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Das waren 111.000 weniger als im Vormonat und 927.000 weniger als vor einem Jahr. Verglichen mit dem Höhepunkt im Mai 2009 hätte sich so die Zahl der Kurzarbeiter um fast 80 % reduziert.