Fehlzeiten am Bau steigen durch harten Winter

News , 28.01.2011 , Stephan Gruber Bild zu: Fehlzeiten am Bau steigen durch harten Winter
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Winterbau ist keine Ausnahme mehr. Immer häufiger werden auch bei Minustemperaturen Arbeiten auf der Baustelle fortgesetzt. Oder es wird so geplant, dass vor dem Wintereinbruch der Rohbau fertig ist und mit dem Innenausbau begonnen werden kann. Über 22.000, teilweise schwere Arbeitsunfälle, registrierte die BG BAU im Dezember 2009 sowie im Januar und Februar 2010.

Achten Sie auf die Kleidung Ihrer Mitarbeiter, denn wer im Freien falsch bekleidet an die Arbeit geht, muss nicht selten kurze Zeit später zum Arzt. Das zeigt sich auch im Fehlzeitenreport der AOK für das Jahr 2009: Demnach lag die jährliche Arbeitsunfähigkeit im Hochbau im Schnitt bei 14,6 Tagen, im Tiefbau waren es 15,3 Tage. Dagegen lagen die Zeiten der Arbeitsunfähigkeit im Branchendurchschnitt bei 11,5 Tagen im Jahr. Eine der Ursachen sind Erkältungen, die auch bei Bauarbeitern häufig sind. Deshalb müssen Beschäftigte von den Arbeitgebern bereitgestellte wintertaugliche persönliche Schutzausrüstung auch tragen.

Damit der Körper nicht auskühlt, soll die Kleidung Feuchtigkeit nach außen ableiten können. In geeigneter Wetterschutzkleidung sorgen beispielsweise moderne Mikrofasern, abgestimmt mit geeigneter Unterkleidung, für den Luft- und Wärmeaustausch zwischen Körper und Kleidung. Handschuhe müssen in erster Linie den Erfordernissen des Arbeitsplatzes entsprechen, wie zum Beispiel Chemikalienschutz-Handschuhe. Zusätzlich halten geflockte Innenflächen oder Bauwollhandschuhe zum unterziehen warm. Bei den Sicherheitsschuhen sind die Nutzer an Vorgaben wie Zehenkappe und durchtrittssichere sowie auch bei vereisten oder gefrorenen Böden rutschfeste Sohlen gebunden.

Über den Kopf wird die meiste Wärme abgegeben. Sinnvoll für deutsche Verhältnisse sind Industrieschutzhelme nach DIN EN 397, die für Temperaturen bis zehn Grad Minus ausgelegt sind. Eine gute Ergänzung bei kalten Temperaturen sind Wintermützen zum Unterziehen, die von vielen Herstellern angeboten werden. Sie müssen allerdings als Zubehör zu den Helmen passen. Beratungen bekommen die Unternehmen von den Mitarbeitern der Abteilung Prävention der BG BAU.