Fenster- und Türenbranche darf auf Wachstum 2017 hoffen

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Foto: Roland Riethmüller

Die Fenster- und Türenbranche kann zufrieden auf das Geschäftsjahr 2016 zurückblicken. So konnte die Branche das vergangene Jahr laut einer aktuellen Studie mit einem Plus von 4,2 Prozent abschließen. Insgesamt konnten damit rund 14 Millionen Fenstereinheiten erfolgreich vermarktet werden. Doch auch für das laufende Jahr besteht die Zuversicht, ein vergleichbares Wachstum zu erzielen.Nach den positiven Zahlen im Vorjahr schaut die Branche zuversichtlich auf 2017. Nach Erklärung von Stephan Schmidt, Geschäftsführer vom Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie, wird sich der Absatz der Außentüren 2017 ebenso positiv entwickeln: „In Deutschland sollen demnach rund 1,458 Millionen Außentüren verkauft werden.“ Ähnlich erfreulich wird die Entwicklung bei den Fenstern sein. Unter Berücksichtigung der Anzahl der Fenster, die tatsächlich eingebaut werden, wird auch im gerade begonnen Jahr mit einem Zuwachs auf ähnlich hohen Niveau gerechnet. Durch Renovierung, Neubau, Nichtwohnbau und Wohnbau soll der Absatz der Fenstereinheiten 2017 auf 14,5 Millionen steigen. Zu den Bereichen mit dem stärksten Wachstum werden wohl erneut der Wohnbau und Neubau gehören. Während der Neubau 2016 bereits um 10,3 Prozent zulegte, stieg der Wohnbau immerhin um 5,1 Prozent. Der überwiegende Teil der abgesetzten Fenstereinheiten wird 2017 wohl in den Bereich der Renovierung fließen. Angetrieben wird der Trend durch die steigende Nachfrage nach energetischen Sanierungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Heinze GmbH, die im Auftrag der vier führenden Branchenverbände durchgeführt wurde.Neubau 2017 mit deutlichem WachstumRenovierungen kennzeichnen seit Jahren den Markt des Fensterabsatzes. Das Wachstum an sich ist aber gering. So wird auch 2016 in diesem Bereich gerade einmal mit einem Plus von etwa 0,5 Prozent gerechnet. Deutlich kräftiger fällt die Steigerung beim Neubau aus. Hier sollen 2017 laut aktuellen Prognosen 9,2 Prozent mehr Fenster eingesetzt werden. Der Neubau wird damit erstmals einen Marktanteil von 44,3 Prozent erreichen.Zum ersten Mal unterscheidet sich die Branchenstudie bei der Verteilung der Fenstereinheiten zwischen Wohn- sowie Nichtwohnbau. Für 2017 rechnen die vier größten Branchenverbände bei den Wohnbauaktivitäten mit 5,2 Prozent. Auch der Nichtwohnbau wird zulegen. Hier steigt der Fenstereinsatz um 2,2 Prozent.Wohnbau nimmt weiterhin Großteil der Fenster ein2017 wird der Wohnbau bezugnehmend auf die aktuellen Prognosen wieder den Großteil der verkauften Fenster für sich vereinnahmen. Waren es letztes Jahr noch 66,4 Prozent, wird nun mit einem Marktanteil von 67 Prozent gerechnet. Der Nichtwohnbau wird demnach einen leichten Rückgang hinnehmen müssen. Kam dieser 2016 noch auf 33,6 Prozent, wird dieser 2017 bei 33 Prozent liegen. Unterschiede zwischen den Marktanteilen gibt es ebenso aufgrund verschiedener Rahmenmaterialien. Für die Holzfenster wird für 2017 voraussichtlich ein Marktanteil von 14,9 Prozent erwartet. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich ein leichtes Minus von 0,2 Prozent.Der Absatz der Holz-Metall-Konstruktionen wird dagegen erwartungsgemäß wachsen. Nach 9,1 Prozent im letzten Jahr soll er 2017 immerhin 9,3 Prozent erreichen, wie Ulrich Tschorn, VFF-Geschäftsführer, mit Blick auf die Studie erklärt.

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