Flachglas – Branche profitiert vom Neubauboom

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Foto: Roland Riethmüller

Die Hersteller von Flachglas können starke Zuwächse beim Umsatz verzeichnen. Durch die steigende Zahl der Wohnungsneubauten wird mehr Glas benötigt, was den Fenstermarkt nun schon zum zweiten Jahr in Folge nach vorne bringt. Betroffen von diesem positiven Trend sind über 100 Unternehmen mit mehr als 200 Betriebsstätten und circa 26.000 Mitarbeitern. Wurde im Jahr 2017 ein Anstieg von 1,0 Prozent beim Umsatz verzeichnet, rechnet man für für diese Jahr mit einem Anstieg von etwa 1,3 Prozent.

Der gesamte Markt für Fenster und Glas profitiert derzeit von dem nach wie vor anhaltenden Trend zu mehr Wohnungsneubauten. Lediglich der Markt des Isolierglases bleibt noch hinter seinen Möglichkeiten zurück, da gerade komplette Fenster tendenziell aus dem Ausland importiert werden. Jochen Grönegras, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas, stellt fest: „Nach Schätzungen des Verbandes Fenster + Fassade kommen heute schon 20 Prozent der in Deutschland verkauften Kunststofffenster aus Polen; Tendenz steigend.“ Im Unterschied zum sonstigen Anstieg prognostiziert er für Isolierglas daher nur einen Zuwachs von rund 0,5 Prozent. Grönegras sieht für den bisher recht lokalen Markt für Isolierglas immer mehr Verdrängungsprozesse auf uns zukommen.

Tendenzen im Wohnungsbau

Nachdem die Baugenehmigungen im Jahr 2017 leicht gesunken sind, geht man davon aus, dass es um 2020 wieder zu leichten Senkungen kommen kann. Allerdings entwickelt sich der Trend ebenfalls zum Mehrfamilienhaus, was auch einen Wechsel von Kundenseite nach sich zieht: war der private Hausbauer noch an erster Position, wird er mehr und mehr vom beruflichen Bauherrn abgelöst. Da man von Seiten des Verbandes eine energetische Sanierung vom aktuellen Fensterbestand für angebracht hält, wird ein größerer Topf an Fördermitteln für solche Vorhaben gefordert. Eine steuerliche Förderung für energetische Sanierung sei zwar im Koalitionsvertrag vorgesehen, ein Umstand den man laut Grönegras sehr begrüße. Die finanzielle Ausgestaltung sei mit zwei Milliarden Euro jedoch sehr viel zu niedrig, da dieser Topf mit dem Baukindergeld geteilt wird.

Weiter positiver Ausblick für den Fenstermarkt

Grönegras erzählt des weiteren von neuen Normen, die derzeit für Sicherheitsglas erarbeitet werden. So stehe Deutschland bei der Verwendung von Sicherheitsglas immer noch hinter der Schweiz, den Niederlanden und Italien. Zumindest bei der Verwendung von bodentiefem Glas will man die Verwendung von Sicherheitsglas erreichen. Dank dem Vormarsch der Sanierung für mehr Energieeffizienz, Sicherheit und den wachsenden Markt in Sachen Wohnungsbau kann die Flachglasbranche auch weiter mit einer sicheren Zukunft rechnen.

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