Flughafen Berlin-Tegel rechtfertigt bauliche Investitionen

News , 06.09.2015 , Jennifer Brandt Bild zu: Flughafen Berlin-Tegel rechtfertigt bauliche Investitionen
Foto: Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Durch die langjährigen Verzögerungen beim Bau vom Berliner Flughafen BER müssen Fluggäste nach wie vor den alten Flughafen Berlin-Tegel nutzen. Doch nicht nur, dass der Flughafen Berlin-Tegel im Grunde viel zu klein ist. Er ist auch schlichtweg nicht überall in einem einwandfreien Zustand. Daher war es sinnvoll und nötig, Geld zu investieren, um den Flughafen auf einem guten Standard zu halten und dabei noch die Betriebssicherheit zu gewährleisten.

Wer schon einmal vom Berliner Flughafen TXL in Berlin-Tegel geflogen ist, kennt die Dimensionen des Standorts und weiß, dass der Flughafen grundsätzlich zu klein für das Verkehrsaufkommen ist. Genau aus diesem Grund wurde mit dem Bau des Großflughafens BER begonnen. Doch durch die zahlreichen Verzögerungen beim Bau von BER muss Tegel das Passagieraufkommen nach wie vor bewältigen. Dass dies zumeist auch auf Kosten der dortigen Infrastruktur geht, ist leicht nachvollziehbar.

Böse Zungen  könnten nun natürlich behaupten, warum noch investieren? Doch das ist am Ende nicht zielführend und setzt im Zweifel die Sicherheiten der Reisenden aufs Spiel. Aus diesem Grund ist es absolut zu befürworten, dass man sich für ein Investitionsprogramm von 19 Millionen Euro entschieden hat. Dafür wurden nach und nach die Instandsetzungen an der südlichen Start- und Landebahn sowie an der Sprinkler- und Klimaanlage vorgenommen.

Christian Gaebler, Staatssekretär für Verkehr und Umwelt in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt von Berlin, begründet die Investition: „Bis der Flughafen Berlin Brandenburg eröffnet muss der Großteil des Berliner Flugverkehrs hier in Tegel abgewickelt werden. Insofern war es richtig, dass wir nochmals in den Standort investiert haben. Die jetzt umgesetzten Maßnahmen stehen ganz im Zeichen der Erhaltung der Betriebssicherheit und sind trotz der nur noch beschränkten Betriebszeit von Tegel nötig.“

Alle umgesetzten Arbeiten wurden während des normalen Betriebsablaufs, zumeist in den verkehrsfreien Nachtzeiten durchgeführt. Auf der südlichen Start- und Landebahn wurden insgesamt 105.000 Quadratmeter Anti-Skid-Belag aufgebracht. Mit diesem neuen Belag wurde sichergestellt, dass nun eine einheitliche Oberflächenstruktur besteht, die eine ordentliche Griffigkeit bei schlechten Witterungsbedingungen mit sich bringt. Zusätzlich wurde der mehr als vierzig Jahre alte Sprinklertank ausgetauscht, der im Notfall nun wesentliche Verbesserung mit sich bringt. Damit die Passagiere während der Wartezeiten stets von einem guten Raumklima profitieren können, wurden außerdem zwei Kältemaschinen im Fluggastterminal erneuert. Doch sind die Arbeiten damit noch nicht am Ende. Demnächst werden auch die Toiletten in Terminal C und D saniert, automatische Bordkartenkontrollen erweitert, die Gepäckfördertechnik verbessert und in Terminal A das Langstreckengate vergrößert.
Auch Elmar Kleinert, Geschäftsleiter Operations der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, unterstützt die Maßnahmen: „Die Passagierzahlen in Tegel nehmen weiter zu. Unser Ziel ist es, den Flugbetrieb so reibungsarm wie möglich zu gestalten. Die größte Einzelmaßnahme des Betriebssicherungsprogramms war die Sanierung der südlichen Start- und Landebahn für rund 3 Millionen Euro. Mit den erfolgten Investitionen in die Infrastruktur und unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind wir jetzt für das hohe Fluggastaufkommen gut gerüstet.“