Forderung Bauklimageld – mehr Förderung der Energieeffizienz

Forderung Bauklimageld - mehr Förderung der Energieeffizienz
Foto: Roland Riethmüller

In allen Wahlprogrammen spielt der klimaneutrale Gebäudebestand eine erhebliche Rolle. Die wichtigsten Voraussetzungen sind demnach der energieeffiziente Neubau und die energetische Gebäudesanierung. Um dieses Ziel zu erreichen, wird nun ein befristetes Bauklimageld für geplante Neubauten und Modernisierungen von Bestandsbauten gefordert. Damit sollen die privaten Bauherren und selbst Nutzende Wohneigentümer wegen der steigenden Baukosten entlastet werden. Außerdem sollen Anreize für energetisches Bauen und Modernisierungen geschaffen werden.

Um private Bauherren und Wohnungseigentümer wegen der steigenden Baukosten zu entlastet, fordert der Bauherren-Schutzbund (BSB) die Einführung eines befristeten Bauklimageldes für private Neubauten und Gebäudesanierungen. Da es jedoch eine hohe Zahl an Eigenheimen gibt, würde dies nach millionenfach kostenintensive Einzelentscheidungen verlangen. Deshalb fordert der BSB mehr finanzielle Unterstützung. „Durch schärfere energetische Anforderungen, steigen auch die Baukosten in den kommenden Jahren immer weiter”, erklärt BSB-Geschäftsführer Florian Becker. “Bauherren und Eigenheimbesitzer benötigen deshalb bessere Fördermodelle, um als Teil der Lösung ihren Beitrag zur Erreichung der gesteckten Klimaziele im Gebäudesektor bis 2030 leisten zu können.“ Weiter betont er, dass das neue Förderkonzept in der Praxis zwei Staffelungen für den Neubau und die Modernisierung vorsehen könnte.

Förderungen für mehr Energieeffizienz im Neubau

Das Bauklimageld könnten in Form einer Einmalzahlung zu den bisherigen Tilgungszuschüssen auf KfW Kredite gezahlt werden. 10.000 Euro für den Bau eines KfW 55 Hauses, 15.000 Euro für ein KfW 40 Haus und 20.000 Euro für ein KfW 40 plus Haus. Damit wäre das Bauklimageld eine niedrigschwellige und transparente Fördermaßnahme. Diese soll Bauherren dazu motivieren, energetisch zu bauen. Zusätzlich könnte diese Förderung auch als Eigenkapital mit in die Finanzierung fließen, um die Bauherren bei den steigenden Baukosten zu entlasten.

Abwrackprämie zur energetischen Sanierung

Für die energetische Gebäudemodernisierung sollen die Eigenheimbesitzer ebenfalls diese Fördergelder erhalten. Die Höhe des Betrages würde sich nach der Einsparung der CO-2-Emissionen richten. Der Wert soll vor und nach der Baumaßnahme mit einem Energieausweise nachgewiesen werden. Modernisierer erhalten 5.000 Euro für 15 Prozent CO2-Einsparung, 7.500 Euro für 20 Prozent, 10.000 Euro für 25 Prozent CO2-Einsparung. Das Bauklimageld kann folglich auch als Abwrackprämie für eine alte Ölheizung, für Dämmmaßnahmen oder für die regenerative Erzeugung von Strom eingesetzt werden. In Verbindung mit dem Energieausweis wird gesichert, dass die Einsparziele auch erreicht wurden.

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Mit den neuen Fördermitteln legt der BSB ein neues Konzept zum energetischen Bauen vor. Von anderen Verbraucherverbänden wurde ebenfalls die Forderung nach weiteren Geldern laut. Für das Erreichen der Klimaziele ist es wichtig, dass jeder Bauherr klimagerecht baut. Sind die neuen Häuser erst einmal gebaut, gibt es kein zurück mehr.

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