Forderung nach Anpassung beim Rundfunkbeitrag

News | Jennifer Brandt | 26.08.2014 Bild zu: Forderung nach Anpassung beim Rundfunkbeitrag
Foto: Roland Riethmüller

Der im Jahr 2013 neu eingeführte Rundfunkbeitrag stand von Anfang an stark in der Kritik. Immer wieder hat sich vor allem das Handwerk kritisch geäußert, weil man von Anfang an eine starke Mehrbelastung der kleinen und mittelgroßen Betriebe gesehen hat. Nun ist der neue Rundfunkbeitrag seit etwas mehr als eineinhalb Jahren in Kraft und es bestätigen sich in vielen Betrieben die damals ausgesprochenen Zweifel am neuen Rundfunkbeitrag.

Seit Bekanntwerden, dass sich der Rundfunkbeitrag neu berechnen würde, hat das Handwerk seine Zweifel an der eigentlich gewünschten Gerechtigkeit dieser Neuregelung geäußert. Schon damals sah man vor allem die mittelgroßen Betriebe höheren Belastungen ausgesetzt. Diese Mehrbelastungen vermutete man damals speziell in dem erhöhten bürokratischen und finanziellen Aufwand, dem die Betriebe damit ausgesetzt wären.

Inzwischen lässt sich eine erste Bilanz aus dem neuen Rundfunkbeitrag ziehen. Im Rahmen dessen hat der Bundesverband der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) kürzlich eine Umfrage unter seinen Mitgliedern durchgeführt, die ermitteln sollte, wie sich der bürokratische und finanzielle Aufwand nun tatsächlich auswirken. Während sich der bürokratische Aufwand noch in Grenzen hält, sieht es beim finanziellen Aufwand schon anders aus.

Den bürokratischen Aufwand sehen 65,4 Prozent der befragten Betriebe noch im Rahmen. Lediglich 31,3 Prozent spüren eine bürokratische Mehrbelastung. Bei der finanziellen Mehrbelastung ist das Bild schon wesentlich negativer geprägt. So hat sich bei 67,3 Prozent der befragten Betriebe die Belastung durchaus erhöht. 37 Prozent spüren sogar eine um 50 Prozent höhere Belastung gegenüber dem alten Rundfunkbeitrag. Gerade einmal 18 Prozent gaben an, dass sie keinerlei Veränderung spüren.

Der Bundesverband UFH sieht sich der Umfrage nach in seiner Kritik gegenüber dem Rundfunkbeitrag bestätigt und fordert massive Änderungen, um Betriebe nicht noch weiter zu belasten. Dabei wäre es hilfreich, wenn Teilzeitmitarbeiter bei der Ermittlung nicht als Vollbeschäftigte betrachtet werden. Aber auch die Zusammenfassung von Betriebsstätten, wenn es mehrere Standorte gibt, wäre wünschenswert. Ebenso die Regelung zu den gewerblichen Fahrzeugen.

Neuen Kommentar schreiben

Wir stellen diese Frage, um automatisierten Spam zu verhindern.

Das könnte Sie auch interessieren.