Frauen sind im Handwerk unverzichtbar

Frauen sind im Handwerk unverzichtbar
Foto: Roland Riethmüller

Die Unternehmerfrauen im Handwerk haben auf ihrer diesjährigen Fachtagung die Rolle der Frauen im Handwerk näher beleuchtet. Dabei wurde vor allem auch darüber diskutiert, wie weibliche Mitarbeiter und Führungskräfte am wirtschaftlichen Erfolg der Handwerksbetriebe beteiligt sind. Vor allem über soziale Netzwerke sollen Frauen ermutigt werden, handwerkliche Berufe über alle Gewerke hinweg zu erlernen.

Das Motto der diesjährigen Fachtagung des Bundesverbandes der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse (IHM) lautete „Frauen im Handwerk: Zukunft gestalten“. Der besondere Ehrengast war in diesem Jahr Bundeskanzlerin Angela Merkel. In Ihrem Grußwort dankte sie den Unternehmerfrauen für Ihre Leistungen in den Handwerksbetrieben. „Aktuell geht es dem Handwerk so gut wie lange nicht mehr”, betont auch UFH-Bundesvorsitzende Heidi Kluth. “Viele der Auftragsbücher sind voll. Die Zahl der Auszubildenden im Handwerk nimmt zu. Und die Leistungen der Frauen in den Unternehmen, im Wirtschaftsbereich Handwerk insgesamt und auch in der Handwerksorganisation sind sehr viel sichtbarer geworden“, so Kluth. Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) würdigte, dass weibliche Mitarbeiterinnen und Unternehmerinnen maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen würden. Das hätte auch die Imagekampagne deutlich gemacht. Gleichzeitig setzen sich die Unternehmerfrauen auch für notwendige Reformen ein.

Neue Wege für Frauen im Handwerk

Mit ihrem Vortrag „Siege entstehen im Kopf – mit Motivation im Team zum Erfolg“ gab weiterhin Verena Bentele, Coach und Weltbehindertensportlerin sowie Präsidentin des Sozialverbandes VdK, wichtige Impulse für die Arbeit im Unternehmen. Weiterhin wurden neue Möglichkeiten für die Arbeit der Unternehmerfrauen im Handwerk auf den Weg gebracht. So wurde während der Veranstaltung live die Fanpage auf Facebook gestartet. Das ist Teil eines neuen Programms zur Mitgliedergewinnung und soll neue Möglichkeiten in Netzwerken eröffnen. Im Rahmen einer Talkrunde tauschten sich dann die UFH-Bundesvorsitzende Kluth, ZDH-Präsident Wollseifer und Andreas Ehlert, Präsident des Handwerkstages Nordrhein-Westfalen, über die Erfolgskriterien im Handwerk aus. Dazu gehören unter anderem die duale Ausbildung, die Novelle der Handwerksordnung und der Abbau der Bürokratie für die Handwerksbetriebe. In Zukunft sollen außerdem mehr Frauen für das Handwerk gewonnen werden. Es soll deutlich gemacht werden, wie wichtig weibliche Mitarbeiter für das Handwerk sind und dies über die komplette Bandbreite des handwerklichen Berufs. Die Veranstaltung konnte sich über mehr als 350 Teilnehmerinnen freuen. Das war eine deutliche Ermutigung und Aufforderung, die Fachtagung auch in den kommenden Jahren durchzuführen.

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