Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten boomt der Garten- und Landschaftsbau. So erzielte die Branche im Jahr 2024 einen Rekordumsatz von 10,65 Milliarden Euro. Dabei reduzierte sich auch die Anzahl der Insolvenzen, was auf eine gestärkte wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Unternehmen hindeutet. Auch die Beschäftigtenzahlen sind so hoch wie nie. Besonders Privatgärten treiben das Wachstum voran. Doch der Fachkräftemangel bleibt eine große Herausforderung. Branchenvertreter fordern daher politische Maßnahmen, um die Zukunft vom GaLaBau zu sichern.
Die Garten- und Landschaftsbau-Branche in Deutschland zeigt trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten eine bemerkenswerte Stabilität. Die aktuelle Statistik des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) belegt steigende Beschäftigtenzahlen und eine erneute Umsatzsteigerung auf 10,65 Milliarden Euro. „Die Unternehmerinnen und Unternehmer im GaLaBau haben mit ihren Angestellten eine stabile Leistung gezeigt – darauf können wir stolz sein“, freut sich BGL-Präsident Thomas Banzhaf. „Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation sind das besonders gute Nachrichten. Damit es so weitergehen kann, muss die zukünftige Bundesregierung schnell liefern und für zuverlässige, gute Rahmenbedingungen für unsere kleinen und mittleren Betriebe sorgen.“ Dabei erfolgte der Anstieg trotz sinkender Mitgliederzahlen im BGL auf 4.210 im Jahr 2024. Das entspricht einem Rückgang um 67 Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der Nichtmitglieder auf 15.426, sodass die Gesamtzahl der Betriebe in der Branche nun 19.636 erreicht. Trotz dieses Strukturwandels konnten die Mitgliederbetriebe weiterhin fast zwei Drittel des Branchenumsatzes generieren. Die solide wirtschaftliche Stärke verdeutlicht sich auch im Rückgang der Insolvenzen. Mit 101 Insolvenzfällen in der Gesamtbranche zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr mit 113 Insolvenzen eine positive Entwicklung. Besonders bemerkenswert ist, dass nur 13 der betroffenen Betriebe Mitglied im BGL waren. Dies deutet darauf hin, dass die organisierten Fachbetriebe wirtschaftlich stabiler sind als nicht organisierte Unternehmen.
Privatgärten weiterhin größter Umsatztreiber
Der größte Umsatzanteil entfiel erneut auf den Bereich der Privatgärten. Mit 57 Prozent bzw. 5,89 Milliarden Euro bleibt dieser Sektor der wichtigste Wachstumstreiber der Branche. Öffentliche Aufträge, der Wohnungsbau sowie Industrie- und sonstige Projekte machten zusammen 43 Prozent des Umsatzes aus und wuchsen leicht im Vergleich zum Vorjahr.
GaLaBau bleibt attraktiver Arbeitgeber trotz Fachkräftemangel
Der Garten- und Landschaftsbau bleibt damit als Arbeitgeber attraktiv. Mit 131.166 Beschäftigten wurde im Jahr 2024 ein neuer Höchststand erreicht. Auch die Zahl der Auszubildenden hält sich mit 8.004 nahezu konstant, was auf eine weiterhin hohe Nachfrage nach dem Beruf des Landschaftsgärtners hinweist. Dies ist für die Branche von großer Bedeutung, da der Fachkräftemangel eine zunehmende Herausforderung darstellt.
Appell zur nachhaltigen Sicherung im GaLaBau
Doch trotz des positiven Ergebnisses wurde zugleich ein Appell an die kommende Bundesregierung gerichtet. Denn zur nachhaltigen Sicherung der Leistungen im GaLaBau fordert Banzhaf politische Maßnahmen. Besonders die Themen Fachkräftemangel und Nachfolge in den Betrieben bereiten Sorgen. Er fordert eine gezielte Förderung zur Erleichterung des Zugangs für Arbeits- und Fachkräfte aus dem Ausland sowie stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Auch die Baukonjunktur müsse dringend angekurbelt werden, um die Entwicklung im Garten- und Landschaftsbau nachhaltig zu sichern.

















