Neue Impulse für den Wohnungsbau treffen auf wachsende Risiken für die Gebäudesanierung. Denn während der Gebäudetyp E und kostenreduziertes Bauen die Baukosten senken und Projekte erleichtern sollen, warnt die Wohnungswirtschaft vor Einschnitten bei der BEG-Förderung. Besonders die Sanierung von Mehrfamilienhäusern könnte dadurch ausgebremst werden. Für Bauunternehmen und Handwerksbetriebe steht damit ein wichtiger Auftragsmarkt auf dem Spiel und die Frage, ob die Bauministerkonferenz tatsächlich für neuen Schwung sorgt.
Hohe Baukosten, lange Genehmigungsverfahren und eine stockende Sanierung belasten die Bauwirtschaft und Wohnungsbranche. Nach der Bauministerkonferenz sieht der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW zwar wichtige Fortschritte. Vor allem die geplante Plattform für kostenreduziertes Bauen könnte neue Impulse setzen. Gleichzeitig fordert die Wohnungswirtschaft jedoch schnelle Entscheidungen beim Gebäudetyp E und warnt vor Einschnitten bei der BEG-Förderung. Diese könnten insbesondere die Sanierung von Mehrfamilienhäusern zusätzlich bremsen. So hat die Bauministerkonferenz aus Sicht des GdW damit wichtige Probleme der Branche aufgegriffen. Positiv bewertet der Verband insbesondere die gemeinsame Plattform „Kostenreduziertes Bauen“. Statt Lösungen mehrfach zu entwickeln, sollen Erfahrungen und Wissen gebündelt werden. GdW-Präsident Axel Gedaschko sieht darin einen pragmatischen Ansatz für mehr bezahlbaren Wohnungsbau. Entscheidend sei nun allerdings, dass weitere politische Schritte folgen.
Gebäudetyp E soll Baukosten senken
Besonders große Erwartungen verbindet die Wohnungswirtschaft mit dem Gebäudetyp E. Er soll einfacheres und kostengünstigeres Bauen ermöglichen, indem von bestimmten bislang üblichen Standards abgewichen werden kann. Dafür brauche die Branche jedoch Rechtssicherheit. Gedaschko fordert deshalb eine schnelle bundesrechtliche Absicherung im Bürgerlichen Gesetzbuch. Der entsprechende Gesetzentwurf dürfe nicht länger aufgeschoben werden, sondern müsse noch in diesem Jahr vorgelegt werden.
Die Ursachen für den schwachen Wohnungsbau sieht der GdW ohnehin weniger auf der Nachfrageseite. Entscheidend seien vielmehr hohe Baukosten und Zinsen sowie Überregulierung, Fachkräftemangel und langwierige Genehmigungsverfahren. Deshalb unterstützt der Verband auch das Signal der Länder an die EU-Kommission. Deren Schwerpunkt auf einer stärkeren Regulierung von Kurzzeitvermietungen greife aus Sicht der Wohnungswirtschaft zu kurz.
BEG-Förderung droht Sanierung auszubremsen
Deutlich kritischer fällt die Bewertung beim Thema Gebäudesanierung aus. Nach Ansicht des GdW hat die Bauministerkonferenz einen wichtigen Punkt ausgelassen: die geplanten Veränderungen bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Werden die förderfähigen Kosten bei Mehrfamilienhäusern um mehr als die Hälfte reduziert, könnte dies zahlreiche Sanierungsprojekte wirtschaftlich unattraktiver machen. Für Bauunternehmen sowie SHK-, Elektro-, Dachdecker- und weitere Ausbaugewerke droht damit ein wichtiger Auftragsmarkt zusätzlich unter Druck zu geraten. Deshalb fordert der GdW von den Ländern, beim Bund auf Änderungen zu drängen. „Die degressive Kürzung bei Mehrfamilienhäusern muss zurückgenommen und die Förderung an erreichbarer CO2-Minderung, Einfachheit und Kostenwirksamkeit ausgerichtet werden“, erklärt Gedaschko. Damit bleibt nach der Bauministerkonferenz ein gemischtes Bild. Beim kostenreduzierten Neubau könnten Gebäudetyp E und der stärkere Wissenstransfer wichtige Impulse geben. Gleichzeitig entscheidet die künftige Ausgestaltung der BEG-Förderung darüber, ob auch die energetische Sanierung genügend Investitionen und damit Aufträge für die Bauwirtschaft auslöst.


















Der Bauüberhang lag Ende 2025 bei 760.700 Wohnungen. Also Baugenehmigungen mit Grundstück.
Es könnte gebaut werden. Aber es rechnet sich nicht.
Aber, ein Immobillist, der Wohnungen bauen lässt, will diese Wohnung durch vermieten oder verkaufen wirtschaftlich ertragreich verwerten. Denn das ist der Sinn dieser Tätigkeit.
Aber, wenn die Ewiggestrigen und Besitzstandswahrer im Wohnungsbau mit der Immobilienverwertung allgemein eine EK-Rendite von weniger als 3% erwirtschaften bzw. erzielen können, ist das kein wirklich erstrebenswertes Resultat.
Egal was die Politik hinsichtlich des kostengünstigen Wohnungsbaus verkündet, diejenigen, deren Einkommen bzw. Honorare durch die Höhe der Baukosten bestimmt werden, haben kein Interesse an niedrige Baupreise beim Bau von Wohnungen.
Also Baubetriebe, Makler, Architekten, Projektentwickler, Notare, Steuerbehörde oder auch die Fonds-Verwalter.
Deshalb das ewige Geschrei nach Subventionen.
Also sogenannter geförderter Wohnungsbau in Verbindung mit der Sozialbindung, die nach 15 Jahren wegfällt.
Der Mieter muss dann die marktüblichen Mieten bezahlen oder ausziehen.
Also immer zum Nachteil des Mieters.
Eine Alternative im Wohnungsbau mit Mieten für jedes Einkommen und ohne Subventionen wäre die Entflechtung von der Beton-Fraktion hin zu effizienteren Bauweisen.
Bspw. eine Leichtbau-Plattform-Montagebauweise als Lean-Design/Construction-Paket aus Konstruktion als das Was, Technologie als das Wie und Logistik in prozessorientierter Montage.
Eine Kosten- und Bauzeitreduzierung entsteht vor allem durch Optimierung von Effizienz bei Ressourcen und Prozesse.
Weniger Material, weniger Bauteile, weniger Prozesse, weniger Kosten, weniger Bauzeit,
Kein Bauträger, kein Bauleiter, kein Projektentwickler, keine Ausschreibungen, keine Vergaben, keine Gewerke-Koordinierung, kein Wasser, kein Baurestmüll, Beton nur für die Gründung.