Gemeinsamer Standard digitalisiert Raumordnung

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Foto: Roland Riethmller

Vergangene Woche wurde in Berlin eine bahnbrechende Neuerung in der Raumordnungsplanung verkündet: So verständigten sich die Ministerinnen und Minister aus Bund und Ländern auf die gemeinsame Umsetzung für einen einheitlichen Austausch von Geodaten der Raumordnung. Mit „XPlanung“ wird es in Zukunft einen standardisierten digitalen Datenaustausch für die unterschiedlichen Formate der Raumordnungspläne geben.Der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Rainer Bomba, sprach auf der 42. Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) davon, dass die Digitalisierung nun auch bei den Raumordnungsplänen angekommen sei. So sei noch nicht einmal allzu viel Zeit vergangen, dass die Pläne noch am Reißbrett gemacht wurden. Heute wäre es jedoch möglich, diese in unterschiedlichen Formen digital zu erstellen. Damit sei ein schnellerer und verlustfreier Datenaustausch im Baubereich und bei der Stadtplanung machbar. Das solle auch dazu dienen, dass der Austausch von Landes- und Regionalplänen, sowie die Stadtplanungsdaten leichter und ohne Verluste vonstatten gehen soll.Mit “XPlanung” im Sinne der Europäischen UnionDurch “XPlanung” wird auch die INSPIRE-Richtlinie der Europäischen Union umgesetzt. Schon lange wurde ein europäischer und einheitlicher Standard zum Austausch von Geo-Daten gefordert. Dazu sagte Bomba: Wir plädieren für eine stärkere räumliche Dimension in der nächsten Runde der EU-Strukturfonds. Grenzüberschreitende Projekte lassen Europa weiter zusammenwachsen. Vor allem mit den Programmen für die Wirtschaftsentwicklung einzelner Regionen sollten mehr grenzüberschreitende Projekte gefördert werden.“Die MKRO feiert ihr 50. JubiläumDoch nicht nur das Thema digitalisierte Raumordnung stand an der Tagesordnung. Die MKRO feierte gleichzeitig ihr 50-jähriges Jubiläum. Seit 1967 findet ein Austausch zwischen Bund und Länder über die räumliche Entwicklung in Deutschland statt. Dabei geht es um den Erhalt von regional bezogenen Identitäten und Landschaften und um die koordinierte Entwicklung beim Siedlungsbau, der Ansiedlung von Gewerbebetrieben und um die Daseinsvorsorgesicherung. Mit der Digitalisierung kann ein Datenaustausch schneller auf einen gemeinsamen Standard gebracht werden.

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