Geringer Sanierungsquote bremst Energiewende

Frank Kessler | 04.04.2012
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Foto: KfW

Um die von der Bundesregierung angestrebte Energiewende erfolgreich zu erreichen, muss die Sanierungsquote noch wesentlich steigen. Dafür wäre aber wiederum endlich eine klare Aussage bezüglich der staatlichen Förderung für die energetische Gebäudesanierung und das CO2-Gebäudesanierungsprogramm nötig. Denn nach wie vor halten sich gewerbliche Investoren, wie auch private Hauseigentümer stark mit ihrer Sanierungsbereitschaft zurück.

Anlässlich der Frühjahrpressekonferenz des deutschen Bau- und Ausbauhandwerks in München sprach sich Karl-Heinz Schneider, Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, dafür aus, dass der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat endlich die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung beschließen muss. Des Weiteren sei aber auch das Co2-Gebäudesanierungsprogramm ein wesentlicher Bestandteil, um die derzeitig sehr niedrige Sanierungsquote von 0,9 % letztlich zu erhöhen.

Mit dem Slogan „Das Handwerk – offizieller Ausrüster der Energiewende“ wird deutlich, welch entscheidende Rolle das Bau- und Ausbauhandwerk in Deutschland bei der angestrebten Energiewende spielt. Denn die qualifizierten Handwerksbetriebe sind schließlich für die Ausführung der energetischen Gebäudesanierung zuständig. Momentan ist aber nicht bestreitbar, dass die Sanierungsbereitschaft der Deutschen sehr dürftig ist. Dies liegt, auch nach Meinung der Bundesvereinigung Bauwirtschaft auch an den nicht klar definierten Förderungen seitens unserer Bundesregierung. Würde das politische Hin und Her endliche in Ende finden und eine klare Entscheidung getroffen werden, würden mögliche Sanierungen auch vorangebracht werden können.

Gemäß einer aktuellen Umfrage des VdZ, Forum der Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V., ist gut die Hälfte aller Hausbesitzer überzeugt, dass die unklaren Regelungen über die staatliche Förderung bei energetischer Gebäudesanierung ein wesentlicher Grund ist, warum derzeit so wenige Sanierungen vorgenommen werden. Immerhin meinen 59 Prozent der befragten, dass eine steuerliche Absetzbarkeit eine entscheidende Motivation zu Modernisierungsmaßnahmen wäre.

Des Weiteren stellt die Bundesvereinigung Bauwirtschaft aber auch klar, dass eine adäquate Ausstattung und Verstetigung des Co2-Gebäudesanierungsprogramms wichtig für die erfolgreiche Energiewende sind. Denn derzeit muss jährlich um die Förderhöhe gekämpft werden. Eine dauerhafte Bereitstellung von 2 Mrd. Euro, eigentlich sogar 5 Mrd. Euro, sind laut der Bundesvereinigung Bauwirtschaft ein absolutes Muss.

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