Große Unterschiede bei der Dämmung im Gebäudebestand

Große Unterschiede bei der Dämmung im Gebäudebestand
Foto: Roland Riethmüller

Klimaschutz kann nur durch eine Energiewende erreicht werden. Das geht nicht ohne die Bereitschaft jedes Einzelnen. Beim Thema Energieeffizienz steht auch der Gebäudebestand im Fokus. Eine entscheidende Rolle spielt auch die Erneuerung von Heizungen und die Dämmung der Gebäudehülle. Doch wie weit ist die energetische Sanierung bisher vorangekommen? Eine aktuelle Untersuchung fördert aufschlussreiche Ergebnisse zutage.

Um das Thema Klimaschutz kommt niemand mehr herum. Daher hat kürzlich das Vergleichsportals Hausfrage.de eine Umfrage gestartet, bei der rund 9.000 Eigenheimbesitzer befragt wurden, die Interesse an einer neuen Heizungsanlage gezeigt hatten. Bei der Umfrage ging es um Fassadendämmung, Dachdämmung und der Isolation von Fenster. Sofort deutlich wurde, dass nur etwas mehr als die Hälfte der Häuser über eine Wärmedämmung verfügen. Im Schnitt haben rund 58 Prozent der Gebäude in Deutschland eine Fassadendämmung.

Keine einheitliche Dämmung vom Dach in Deutschland

Festgestellt wurde bei diesem Vergleich auch, dass es eine deutliche Kluft zwischen den Bundesländern gibt. In Niedersachsen haben 68 Prozent der Einfamilienhäuser eine Fassadendämmung. Im Saarland sind es lediglich 41 Prozent der Häuser. Ein weiterer Negativrekord kommt ebenfalls aus dem Saarland. Nur 61 Prozent der Dachflächen weisen eine Dämmung auf. Baden-Württemberg ist mit 81 Prozent der Spitzenreiter, wenn es um die Dämmung geht. Der Durchschnitt auf bundesweiter Ebene bei der Dachdämmung liegt bei rund 72 Prozent.

In Bayern sieht es schlecht aus mit der Isolation von Fenster

Wenn die Fenster schlecht isoliert sind, führt das im Gebäudeinneren zu einem erheblichen Wärmeverlust. Weil die meisten Eigenheimbesitzer dies erkannt haben, wurden bereits Maßnahmen eingeleitet. Rund 86 Prozent der Befragten gaben an, dass sie bereits isolierte Fenster eingebaut hätten. Die Nase vorn haben die Bundesländer in Norddeutschland. Rund 91 Prozent haben in den norddeutschen Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein vorgesorgt. Im Süden der Republik sieht es jedoch anders aus. Die Häuser in Bayern stehen an letzter Stelle, denn mit 71 Prozent herrscht hier die geringste Dichte im Bereich der Fensterisolation. Die energetische Sanierung im Gebäudebestand ist für mehr Energieeffizienz aber sehr wichtig. Nur so können die gesteckten Klimaziele auch erreicht werden. Es kann deshalb nur das Ziel sein, die Sanierung der Gebäude zu verbessern. Dafür ist auch die Politik mit Förderungen gefragt.

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