Große Unterschiede bei Sanierung in Europa

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Foto: Roland Riethmüller

In Frankreich, Großbritannien und Deutschland hat sich der Neubau sehr zum Positiven entwickelt. Besonders in Deutschland leiden aber die Bestandsmaßnahmen unter diesem Neubau-Boom. Die Kapazitäten der Verarbeiterbetriebe sind oftmals an den Neubau gebunden. So zeigt sich bei dem Vergleich aber auch, dass es deutliche Unterschiede zwischen den Ländern im Hinblick auf die Sanierung gibt.

Es sind unterschiedliche Entwicklungen und Trends bei den europäischen Sanierungsmärkten festzustellen. Das zeigt ein aktueller Vergleich des Marktforschungsinstituts B+L. Dabei wurden alle relevanten Sanierungsbereiche bis ins kleinste Detail untersucht. „Im Vergleich der Länder zeigen sich nicht nur deutliche Unterschiede in der Soziodemografie der Sanierer, sondern auch hinsichtlich der Produktpräferenzen”, sagt Studienautor Marcel Dresse. In Großbritannien und in Deutschland sind es auch viele ältere Sanierer. In Frankreich jedoch sanieren hauptsächlich jüngere Menschen. Die Unterschiede zeigen sich aber auch beim Einkommen und bei den Maßnahmen, die durchgeführt werden. So bauen jüngere Sanierer den Dachboden häufiger aus, als ältere Sanierer. Auch zu Maßnahmen, die sich erst zu einem späteren Zeitpunkt amortisieren, sind eher die Jüngeren bereit.

Große Unterschiede bei Sanierung in Deutschland

In Deutschland sieht die Situation dagegen anders aus. Das Budget ist hier höher und die Produkte werden zu einem späteren Zeitpunkt ausgetauscht. Dieses Ergebnis deckt sich mit den Produktstudien, die von der B+L im Jahresverlauf durchgeführt wurden. Diese Studien wurden in den Bereichen Dachdeckungen, Trockenbau, Innentüren und Bodenbeläge durchgeführt. Marcel Dresse weist aber auch auf einen anderen Aspekt dieser Studien hin. In Deutschland und in Frankreich ist der Anteil derer, die selbst die Sanierungsmaßnahmen durchführen, wesentlichf höher als in Großbritannien. Es gibt aber auch einen anderen Aspekt. Je älter die Sanierer sind, umso mehr wird Wert auf professionelle Verarbeiter für die Sanierung gelegt. Seit dem Jahr 2010 untersucht die B+L den Markt für Sanierungen und Renovierungen. In diesem Jahr kamen erstmals Frankreich und Großbritannien hinzu. Unter anderem flossen folgende relevanten Produkte in die Studie mit ein: Einbau einer Dachgaube, Dachbodenausbau, kleinere Reparaturen am Dach, Fassadendämmung, Putzerneuerung, Austausch von Schlössern und Beschlägen, der Austausch von Fenstern und Türen und vieles mehr. Die Daten wurden anhand von Onlinebefragungen bei den Sanierern zusammengetragen. Ergänzend kamen Interviews mit Architekten, Planern und Verarbeitern hinzu.

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