Günstiger Wohnraum durch Geschossaufstockung

Günstiger Wohnraum durch Geschossaufstockung
Foto: KRUG Holzsystembinder/GIN, Ostfildern; www.nagelplatten.de

Immer mehr Menschen zieht es in den urbanen Raum, dadurch wachsen die Metropolen überdurchschnittlich. Die wichtigste Aufgabe ist es deshalb, Wohnraum zu schaffen. Da der Platz jedoch begrenzt ist, soll das primär über die Geschossaufstockung gelingen. Große Hoffnung liegt nun auf der Aufstockung von Wohngebäuden, Industriehallen oder anderen flachen Gebäuden. Dafür wie geschaffen sind Nagelplattenkonstruktionen, die vorgefertigt und leicht zu verarbeiten sind.

Jedes vierte Gebäude in der Stadt kann durch eine Nagelplattenkonstruktion aufgestockt werden. Das ergab eine Studie der Gütegemeinschaft Nagelplattenprodukte e.V. und des Interessenverbandes Nagelplatten e.V. (GIN). In Straßen, bei denen eine fünfstöckige Bebauung erlaubt ist, könnten so aus drei- oder viergeschossigen Gebäuden ein fünfgeschossiges Wohnhaus entstehen. Das noch bestehende Wohnungsdefizit von bis zu 400.000 Wohnungen würde sich so mit der Zeit von selbst auflösen. Auf diese Weise würde sich auch der Mietzins neu einpendeln und es gäbe wieder mehr bezahlbaren Wohnraum. „Man mag sich über die Anziehungskraft der Metropolen wundern und das rapide Städtewachstum gut heißen oder nicht – lösen müssen wir das Problem des akuten Wohnungsmangels allemal. Und zwar zügig!“, betont Kay-Ebe Schnoor, Obmann im Marketing-Ausschuss von GIN.

Chancen jetzt nutzen und günstigen Wohnraum schaffen

Konstruktionen mit Nagelplattenbinder eignen sich nicht nur zur Aufstockungen von Dachtragwerken, sondern auch Innen- und Außenwände können auf die Art gefertigt werden. Die Arbeitsersparnis ist enorm. Das Defizit an Wohnungen in der Stadt ließe sich somit schneller beseitigen. Außerdem wäre diese Art zu Bauen auch wesentlich kostengünstiger. Die Einsparungen könne bis zu 40 Prozent gegenüber des traditionell gezimmerten Dachtragwerks betragen. Der Vorteil dieser Bauweise liegt darin, dass neue Wohnungen in attraktiven Lagen der Städte auch für Normalverdiener und Familien mit Kindern bezahlbar wären. Diese Herausforderung lässt sich bewältigen. Private Bauherren, Architekten, Hausbauunternehmer oder kommunale Auftraggeber könnten auf die Geschossaufstockung zurückgreifen und somit kostengünstig neuen Wohnraum schaffen. Mit diesen bauartspezifischen Vorteilen könne ein zurzeit sehr gravierendes Problem aus der Welt geschafft werden: Die Wohnknappheit in den Metropolen. In den ländlichen Regionen stehen rund eine viertel Million Wohnungen leer. In den Innenstädten oder am Stadtrand fehlt hingegen eine viel größere Zahl. Mit diesem neuen Verfahren könnte man endlich dieses seit langem bestehende Problem beseitigen.

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