Handwerk beanstandet Internetausbau

News | Roland Riethmüller | 04.09.2014
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Foto: Maximilian Strache / pixelio.de

Ob Kommunikation oder Bestellung, gerade im Bauhauptgewerbe wird immer mehr online gearbeitet. Die Geschwindigkeit der Internetverbindung ist daher von hoher Bedeutung für die erfolgreiche Weiterentwicklung. Die Bundesregierung hat mit der „Digitalen Agenda“ die Weichen für einen weiteren Internetausbau gestellt, geht jedoch nicht auf den Ausbau in der Fläche und seine Finanzierung ein.

Rund 30 Prozent der Handwerksbetriebe in Deutschland bemängeln die langsame Anbindung an das Internet. Alleine in Sachsen-Anhalt sind laut aktueller Umfrage der Handwerkskammer Halle 14 Prozent der Handwerksbetriebe mit der Geschwindigkeit der Internetverbindung unzufrieden. 18 Prozent sehen sogar Einschränkungen entgegen, da die aktuellen Übertragungsraten der Daten in der Zukunft die Wettbewerbsfähigkeit einschränken werden. „Das Handwerk ist auf den digitalen Marktplätzen längst vertreten und an den Wertschöpfungsprozessen beteiligt. Schnelles Internet ist die Voraussetzung für weitere Innovationen und Wachstum“, äußerte Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH).

Zwar hat die Bundesregierung mit der „Digitalen Agenda“ auf die Anforderungen reagiert, bis 2018 überall die Breitbandverbindungen auszubauen. Doch bleiben die Ziele hinter denen der Europäischen Union zurück und geben nur unzureichende Auskunft über das genaue Datum des Ausbaus der Breitbandverbindungen auf dem Land sowie deren Finanzierung. „Das Handwerk wird die Bundesregierung an der Umsetzung dieses Vorhabens messen. Ein Flächenland wie Sachsen-Anhalt muss auch auf dem Land über schnelle Internetverbindungen verfügen“, betont der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Halle, Dr. Jürgen Rogahn.

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