Die Digitalisierung steigert die Wettbewerbsfähigkeit, sorgt für mehr Effizienz und bietet dem Handwerk und der Bauwirtschaft enorme Möglichkeiten. Ein wegweisendes Forschungsprojekt in Bayern soll die Potenziale aufzeigen und die Betriebe zukunftsfähig machen. Dabei reichen die innovativen Anwendungen von 3D-Raumvermessung über Exoskelette bis zur Echtzeit-Robotersteuerung. Bei der Umsetzung spielt vor allem mobiles Internet eine tragende Rolle und ermöglicht intelligente technische Werkzeuge für die Baustelle.
Schnelles mobiles Internet ist der Schlüssel für die digitale Zukunft, das gilt auch oder sogar vor allem für das Handwerk und die Bauwirtschaft. Ob durch Datenbrillen oder intelligente Werkzeuge, in der Digitalisierung stecken enorme Chancen für mehr Innovation und Effizienz. Um diese Möglichkeiten auch nutzen zu können, haben die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz und die Technische Hochschule Deggendorf (TH Deggendorf) an dem gemeinsamen Forschungsprojekt „5G für Handwerk und Mittelstand“ im Bildungszentrum Schwandorf gearbeitet. „Unser Ziel war und ist es dabei immer, dass das ostbayerische Handwerk digital, vernetzt und konkurrenzfähig bleibt“, erklärt Ostbayerns Handwerkspräsident Georg Haber während der Abschlussveranstaltung.
Mobiles Internet bietet großes Potenzial für das Handwerk
Das Projekt macht deutlich, wie viel Potenzial die neue Technologie dem Handwerk und dem Mittelstand bietet. Dieses reicht vom Latenzsimulator zur Robotersteuerung in Echtzeit, über die Raumvermessung in 3D bis hin zum Exoskelett. Die Möglichkeiten für Handwerksbetriebe seien enorm, bestätigt auch Wolfgang Dorner, Vizepräsident der TH Deggendorf und Leiter des Projekts: „Es ist dabei mehr als einfach nur größerer und schnellerer Download, damit man unterwegs besser Videos schauen kann.“ Denn vom neuen Mobilfunkstandard profitieren die Handwerksbetriebe vor allem bei technischen Anwendungen. Die Beispiele zeigen den Betrieben ihre Chancen auf, was auch sehr gut ankam. Hundert Handwerkerinnen und Handwerker konnten auf den 30 Veranstaltungen, Messen und Workshops erreicht werden.
Handwerk im Fokus: Digitalisierung und Hightech fördern
Das bayerische Wirtschaftsministerium hat dieses Projekt zu 80 Prozent der 1,3 Millionen Euro übernommen. Somit konnte das Projekt auf hohem Niveau umgesetzt werden. Denn das Handwerk ist durchaus am Fortschritt interessiert. „Wir wollen im Verbund von Hochschule, Handwerkskammer und Wirtschaftsministerium für das Handwerk neue Chancen aus neuen Technologien und Digitalisierung erschließen“, erläutert Peter Stein, leitender Ministerialrat und Leiter des Referats Handwerk im bayerischen Wirtschaftsministerium. Neue Technologien, wie mobiles Internet, versprechen neue Wertschöpfungsketten für das Handwerk. Handwerk sei Hightech und High-Service, betont Stein, und schnelles mobiles Internet der Schlüssel dazu.


















Das Potential ist enorm. Das ist korrekt. Das Problem ist hierbei die Finanzierung. Das Handwerk besteht überwiegend aus Klein- und Kleinstunternehmen. Anschaffungen wie 3D-Vermessung, Datenbrille etc. erfordern Investitionen im mehrstelligen Bereich. Das ist für kleine Unternehmen kaum vorfinanzierbar und wird derzeit von Kunden auch finanziell kaum honoriert. Die Margen sind im Handwerk in den meisten Fällen immer noch viel zu gering. Negative Folgen der Entwicklung könnte sein, dass große Baubetriebe auf neue Technologien umsteigen, ihre Produktivität erhöhen und kleine Unternehmen nicht mehr mithalten können und nach und nach vom Markt verschwinden. Konzentrationsprozess wie in anderen Branchen auch. Für Kunden wird sich geringerer Wettbewerb im Preis niederschlagen.
Ist dies wirklich so, dass die Digitalisierung die Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz steigert und zudem ENORME Chancen bietet? Ist dies wirklich so, oder ist es nur vermeintlich so und die Wahrheit liegt wie so oft ganz wo anders? Wie ist das Aufwand- (Zeit/Geld) Ertragsverhältnis wirklich? Dauernde Wiederholungen (Eintrichtern) ändern nichts an den Tatsachen, dass in der Ausführung die Kernkompetenzen tendenziell abnehmen und die Ablenkungen zunehmen. Darum sollten wir uns wirklich kümmern, BEVOR in vermeintlich innovative digitale Technik investiert wird. Der Mensch in seiner analogen Form steht/bewegt im Zentrum aller Aktivitäten!!