HeidelbergCement mit deutlichem Wachstum

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Foto: HeidelbergCement

Für den Zementhersteller HeidelbergCement lief das vergangene Jahr so gut wie lange nicht mehr. Laut den vorläufigen Zahlen konnte trotz der negativen Wechselkurseffekte der Absatz, der Umsatz und das operative Ergebnis deutlich gesteigert werden. Der baden-württembergische Konzern führt dies vor allem auf die günstigen Rahmenbedingungen mit mildem Winter und schwachem Ölpreis, jedoch auch auf innerbetriebliche Effizienzsteigerungs-Maßnahmen zurück.

Die HeidelbergCement AG hat vorgestern ihr vorläufiges Konzernergebnis für 2014 vorgestellt. Demnach verbucht der weltweit drittgrößte Zementhersteller ein spürbares Plus bei den wichtigsten Finanzkennzahlen. So konnte der Absatz in sämtlichen Geschäftsbereichen um rund fünf Prozent, im kleinsten Segment Asphalt sogar um 7,4 Prozent gesteigert werden. Insgesamt wuchs der Umsatz um 8,4 Prozent auf 12,6 Milliarden Euro. Damit konnte das Unternehmen ein operatives Ergebnis von fast 1,6 Milliarden Euro ausweisen, was einem Anstieg um 12,9 Prozent zum Vorjahreswert entspricht.

„2014 war für HeidelbergCement operativ das mit Abstand beste Jahr seit der Finanzkrise“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende Dr. Bernd Scheifele und führt das vor allem auf im wesentlichen drei Gründe zurück. Erstens begünstigten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen das gute Abschneiden. So stieg der Absatz von Zement und Zuschlagstoffen durch die fortschreitende Erholung der Baukonjunktur vor allem in den Kernmärkten Nordamerika und Westeuropa. Doch auch die milden Witterungsverhältnisse im ersten und vierten Quartal in Europa trugen zu einem Anstieg der Baustoffnachfrage durch verlängerte und dadurch höhere Bautätigkeit bei. Zweitens erzielte HeidelbergCement durch seinen Verkauf der Bauproduktsparte mit der Hanson Building Products in Nordamerika und Großbritannien an die Lone Star einen besonders guten Preis. Und drittens konnten durch erfolgreiche Einführung von Preiserhöhung auf den wichtigsten Märkten in Verbindung mit diszipliniertem Kostenmanagement die Margen erhöht und die Nettoverschuldung deutlich gesenkt werden. Zur Kostensenkung hat ebenfalls der schwache Ölpreis gesorgt, da die Zementherstellung sehr energieaufwändig ist.

Die Steigerung von Absatz, Umsatz und operativem Ergebnis trotz negativer Wechseleffekte ist nicht allen Playern am Markt gelungen. „Nur wenige Unternehmen in unserer Branche waren dazu in der Lage und das unterstreicht erneut unsere Wettbewerbsstärke“, freut sich Scheifele und sieht sich damit für 2015 optimal gerüstet. „In Anbetracht des positiven Ausblicks für die Weltwirtschaft und unserer vorteilhaften geographischen Aufstellung blicken wir zuversichtlich in die Zukunft.“ So hat sich der HeidelbergCement-CEO ganz der erfolgreichen Strategie der Wertsteigerung aus dem Vorjahr verschrieben und will unverändert mit Schuldenabbau, sowie durch Erhöhung der Margen und operativen Effizienz den Wachstumskurs fortsetzen.

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