Heizungsanlagen in Deutschland veraltet

News | Roland Riethmüller | 17.12.2014 Bild zu: Heizungsanlagen in Deutschland veraltet
Foto: KfW-Bildarchiv / Thomas Klewar

Laut einer aktuellen Studie ist das Alter der Heizungsanlagen in Deutschland besorgniserregend. Denn im Schnitt sind die Heizungsanlagen 17,6 Jahre alt und 36 Prozent sind bereits seit über zwanzig Jahren im Einsatz. Das birgt viel Potential zur deutlichen CO2-Senkung und für neue Aufträge im SHK-Handwerk. Schließlich ist der Wärmemarkt in Deutschland für rund 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs verantwortlich.

Viele Heizungsanlagen in Deutschland sind nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Technik, das hat die Studie „Wie heizt Deutschland?“ vom Marktforschungsinstitut GfK, Nürnberg ermittelt. Die Befragung wurde vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Auftrag gegeben und veranschaulicht die dramatische Lage in 5.000 Haushalten aus dem gesamten Bundesgebiet. So sind gut ein Drittel der Heizungsanlagen vor 1995 eingebaut worden.

Das wirkt sich negativ auf die Umwelt aus. Schließlich ist der Wärmemarkt in Deutschland mit allen Heizungsanlagen für rund 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs und circa einem Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich. „Der Wärmemarkt muss – um unsere Klimaschutzziele zu erreichen – endlich stärker in den Fokus rücken“, fordert BDEW-Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller. „Das immense Potential, das zur Senkung von CO2-Emissionen und zum Energiesparen beispielsweise bei der energetischen Gebäudesanierung vorhanden ist, muss entschieden von Bund und Ländern angegangen werden.“ Müller schlägt dazu modernste Erdgasbrennwert-Technik in Kombination mit Erneuerbaren Energien oder dezentrale Kraft-Wärme-Koppelung zur effizienten Energieeinsparung vor.

Insgesamt wünschen sich 71 Prozent der Deutschen eine einfache Handhabung und hohe Sicherheit der Heizungsanlagen. Aktuell werden 70,4 Prozent der insgesamt 40,4 Millionen Wohnungen in Deutschland per Zentralheizung beheizt, von der mehr als die Hälfte mit Erdgas betrieben wird. 13,5 Prozent der Wohnungen nutzen Fernwärme und 9,8 Prozent Erdgas-Etagenheizungen. Damit ist Gas der am häufigsten eingesetzte Energieträger. Mit 49,3 Prozent ist der fossile Brennstoff in fast jeder zweiten Wohnung in Deutschland im Einsatz. Mit Heizöl heizen 26,8 Prozent und mit Strom in Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen 4,1 Prozent.

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