Hendricks fordert höhere Investitionen für altersgerechten Umbau

News , 05.09.2016 , Roland Riethmüller Bild zu: Hendricks fordert höhere Investitionen für altersgerechten Umbau
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Die Bevölkerung in Deutschland wird immer älter. Mit steigendem Durchschnittsalter wächst jedoch auch der Anteil an Menschen mit Bewegungseinschränkungen. Viele Senioren wollen jedoch so lange wie möglich zuhause wohnen, weshalb Bundesbauministerin Hendricks nun eine stärkere Förderung vom altersgerechten Umbau fordert. Dies kann auch gesamtgesellschaftlich große Probleme lösen, da Plätze in Pflegeheimen oft rar und teuer sind.

Durch den demografischen Wandel und den damit einher gehenden Anstieg der Anzahl an Senioren wächst auch der Anteil der älteren Menschen mit Bewegungseinschränkungen. Das steigert auch die Nachfrage nach eh schon knappen Pflegeheimplätzen oder altersgerechten Wohnungen. Weil diese jedoch nur begrenzt zur Verfügung stehen, forderte die Bundesbauministerin Barbara Hendricks anlässlich des diesjährigen Demografiekongresses einen stärkeren Ausbau der staatlichen Förderung für altersgerechte Wohnungen. "Bis zum Jahr 2030 brauchen wir fast 3 Millionen altersgerechte Wohnungen. Heute sind etwa 700.000 Wohnungen altersgerecht, weniger als 2 Prozent des Gesamtbestandes”, warnt Hendricks. “Investitionen in altersgerechte Wohnungen sind auch ein wichtiges Anliegen einer ganzheitlichen Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik."

Barrierefreie Variowohnung als altersgerechter Wohnraum

So unterstützt das Bundesbauministerium seit 2015 den Bau der sogenannten Variowohnungen. Diese flexiblen Wohneinheiten dienen im ersten Schritt als Wohnraum für Studenten und sollen später durch den barrierefreien Aufbau im zweiten Schritte Senioren beherbergen. 120 Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionspogramm hat der Bund bereits in deren Entwicklung investiert.

Hohe Nachfrage nach Mitteln für altersgerechten Umbau

Zusätzlich hat der Bund in den letzten acht Jahren für einen altersgerechten Umbau bereits mehr als 350 Millionen Euro durch Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung gestellt. Mit zinsverbilligten Darlehen und sonstigen Zuschüssen wurden damit fast 250.000 Wohnungen barrierefrei und altersgerecht umgebaut. Denn vielfach ist es ein großer Wunsch der Senioren, möglichst lange in der eigenen Wohnung zu bleiben. Das konnte mit dem KfW-Programms “Altersgerecht Umbauen” ermöglicht werden, dessen Mittel aufgrund der hohen Nachfrage kürzlich vorzeitig erschöpft waren. "Wir müssen uns, wie im ‘Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen’ von allen Verbänden einhellig gefordert, intensiv dafür einsetzen, dass für das Jahr 2017 wieder Mittel für den altersgerechten Umbau bereitgestellt werden können", fordert daher Hendricks.