Hochbau und Tiefbau positiv gestimmt

Bild zu: Hochbau und Tiefbau positiv gestimmt
Foto: Roland Riethmüller

Durch die unangenehmen Witterungsverhältnisse musste die Bauwirtschaft zu Beginn des Jahres einige Rückschläge verzeichnen. Anders stellt sich die Lage jedoch im Sommer dar. Hier konnte die Mehrheit der Bauwirtschaft klare Auftragssteigerungen verzeichnen, die natürlich auch Umsatzzuwächse mit sich brachten. Insbesondere im Hochbau und Tiefbau waren die Zahlen sehr zufriedenstellend. Somit ist man durchaus optimistisch für den Rest des Jahres gestimmt, sich aber durchaus darüber bewusst, dass der Trend rückläufig sein wird.

Wie üblich, führte der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes auch im August seine monatliche Umfrage zur Geschäftssituation seiner Mitgliedsunternehmen durch. Dabei waren die Ergebnisse für den abgelaufenen Monat durchaus positiv und zeigen klare Weiterentwicklungen.

So belastend der lange Winter für die Baubranche war, so sehr beschert er ihr nun aber die Aufträge. Letztlich tragen auch die nicht abgearbeiteten Aufträge zu den sehr guten Ergebnissen der Geschäftssituation bei. Sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau, war eine steigende Tendenz zu erkennen. Im Hochbau lag die Steigerung der Geräteauslastung immerhin bei 70 Prozent in den alten und bei 75 Prozent in den neuen Bundesländern gegenüber dem Vorjahresniveau. Und auch im Tiefbau wurden 66 Prozent in den alten und 73 Prozent in den neuen Bundesländern gemeldet.

Die nach wie vor starken Segmente sind ungebrochen der Wohnungs- und Gewerbebau. Hier ist die Entwicklung gut und so wird sie auch für die Zukunft bewertet. Etwas verhaltender ist man dann schon beim öffentlichen Hochbau, der wiederum nur eine befriedigende Einschätzung erhält.

Ebenfalls erfreulich ist die Nachfrage nach Bauleistungen, die – wie im Vormonat – immer noch sehr hoch ist. Auch die Beschäftigung und Bautätigkeit hat sich gegenüber Juli noch erhöht. Dabei ist es demnach auch nicht verwunderlich, dass die Auftragsbestände auch immer noch auf einem guten Stand sind. Im Hochbau liegt die Reichweite bei etwa drei Monaten, im Tiefbau immer noch bei zweieinhalb Monaten. Für den Tiefbau bedeutet dies eine Verbesserung um einen halben Monat, verglichen mit dem Vorjahresstand.

Betrachtet man die Herausforderungen und Blockaden der Branche, findet man wieder die gleichen wie zuvor. Der Fachkräftemangel bleibt ein anhaltendes Problem und wurde als häufigster Störfaktor genannt. Direkt danach sieht man die verspäteten Zahlungen seitens der Auftraggeber als Hemmfaktor.

Alles in allem ist man immer noch sehr optimistisch gestimmt, verschließt allerdings nicht die Augen vor den kommenden Monaten. Bei allem Optimismus geht man davon aus, dass die Entwicklung der nächsten Monate durchaus rückläufig sein wird. Letztlich steht erneut die kältere Jahreszeit vor der Tür, die einmal mehr witterungsbedingte Probleme mit sich führen wird.

Kommentare

0 0 votes
Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen?

Dann melden Sie sich doch gleich an zum kostenlosen E-Mail-Newsletter und lassen sich über weitere Neuigkeiten wöchentlich informieren!

Hinweis: Sie können den Newsletter von meistertipp.de jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.

Das könnte Sie auch interessieren

Messen & Kongresse 2024

Der große Meistertipp-Kalender: Messen und Kongresse 2024 für Bauindustrie, Baugewerbe, Bauhandwerk und die Bauwirtschaft.

Newsletter

Verpassen Sie nichts mehr mit unserem kostenlosen Newsletter. So werden Sie frühzeitig über anstehende Veranstaltungen informiert und bleiben immer auf dem neusten Stand.

Hinweis: Sie können den Newsletter von meistertipp.de jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.