Höhere Investitionen zur Stärkung der Bauwirtschaft

News | Frank Kessler | 12.11.2013
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Foto: Roland Riethmüller

Die neue Regierung wurde von den Bürgern gewählt, jetzt liegt es an der Politik, die Koalitionsverhandlungen erfolgreich umzusetzen und dafür zu sorgen, dass die deutsche Binnenwirtschaft auf Wachstumskurs bleibt. Die deutsche Bauwirtschaft sieht dabei vor allem die Investitionsbereitschaft als zentralen Weg. Dabei bezieht man sich speziell auf die Investitionen in die Infrastruktur, sowie den Wohnungsneubau und die Sanierung der Bestandsbauten.

Im Rahmen der anhaltenden Koalitionsverhandlungen der Politik appellieren die Bundesvereinigung Bauwirtschaft und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. an die Regierung auch dafür zu sorgen, dass die Weichen für den Wohnungsneubau und die energetische Sanierung, sowie die Infrastruktur von Beginn an richtig gestellt werden müssen. Nur so wird der Standort Deutschland langfristig wettbewerbsfähig bleiben können.

Betrachtet man die einzelnen Forderungen der Bauwirtschaft im Detail werden die Kernpunkte schnell deutlich. Zum einen sieht man die öffentliche Infrastruktur als wichtigen Faktor, um gegenüber anderen Ländern nicht den Anschluss zu verlieren. Für die Bundesvereinigung Bauwirtschaft ist es jedoch keine Lösung die nötigen Investitionen in die öffentliche Infrastruktur durch eine Verlagerung zu ÖPP-Projekten auszugleichen. Das mag bei ÖPP-Projekten des Hochbaus machbar sein, nicht aber bei Projekten der verkehrstechnischen Infrastruktur.

Eine Kernforderung für die Bauwirtschaft ist die Investition in den Immobilienmarkt. Dabei steuert man sowohl den Wohnungsneubau, wie auch die Sanierung der Bestandbauten an. Bei der Sanierung von Neubauten meint man vor allem die energetische Sanierung, aber auch die des demografisch bedingten Umbaus. Beide Bereiche könnten durch spezielle Förderungen seitens des Staates eine erhöhte Attraktivität bei Investoren und Bürgern bewirken, die keinesfalls unterschätzt werden sollte. Die vor kurzem durch die Bundesregierung beschlossene Anhebung des Fördervolumens der KfW-Programme „Energieeffizientes Bauen“ und „Energieeffizientes Sanieren“ ist dabei der erste Schritt in die richtige Richtung.

Aber auch der Wohnungsneubau sollte nicht vernachlässigt werden, denn auch hier ist das Potenzial immens groß. Gerade in Ballungsgebieten ist der Wohnungsbau unverzichtbar, um Wohnraum überhaupt bezahlbar zu machen. Die viel diskutierte Mietpreisbremse sieht man in der Bauwirtschaft keinesfalls als sinnvollen Weg. Nur ausreichend Wohnraum kann die immer stärker steigende Mietpreisspirale aufhalten.

Die neue Regierung muss auf jeden Fall aktiv an diesen Punkten zur Förderung von Investitionen arbeiten, um den Wirtschaftsstandort Deutschland nicht zu gefährden und die Bauwirtschaft nachhaltig zu unterstützen.

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