Der Wohnungsneubau steckt nach wie vor tief in der Krise. Genehmigungen brechen massiv ein, besonders in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Zeitgleich boomt das Bauen im Bestand – nicht nur als Reaktion auf steigende Baukosten und knappe Flächen, sondern auch im Zeichen der Nachhaltigkeit. Sanierungen gewinnen an Bedeutung und bieten neue Chancen für Bauunternehmen und Handwerk. Eine aktuelle Analyse zeigt, warum Bestandsbau zunehmend zum zentralen Treiber der Branche wird.
Die Wohnungsbaukrise in Deutschland spitzt sich zu. Während der Neubau von Wohnungen seit Jahren schwächelt und im Jahr 2022 regelrecht eingebrochen ist, verlagert sich der Fokus zunehmend auf die Sanierung bestehender Gebäude. Eine aktuelle Auswertung der Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken zeigt: Bauen im Bestand wird zu einem immer wichtigeren Faktor im Kampf gegen Wohnraummangel, nicht zuletzt aufgrund steigender Grundstückspreise und fehlender Bauflächen in Ballungsräumen. Dabei wird seit dem Jahr 2014 bundesweit ein sinkender Trend bei der neu gebauten Wohnfläche beobachtet. Besonders stark trifft es die drei bevölkerungsreichsten Bundesländer. In Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen wurden im Jahr 2024 zwischen 29 und 46 Prozent weniger Neubauflächen genehmigt als noch zehn Jahre zuvor. Der Wohnungsneubau verliert damit deutlich an Bedeutung – nicht nur mengenmäßig, sondern auch in Bezug auf die Größe der entstehenden Wohnungen.
Bestandsbau legt zu – mit regionalen Unterschieden
Im Gegensatz dazu nimmt das Bauvolumen im Bereich Sanierung deutlich zu. Während der Anteil der Baugenehmigungen für Bauen im Bestand im Jahr 2014 noch bei 13 Prozent lag, stieg er im Jahr 2024 auf über 19 Prozent. Besonders dynamisch entwickelt sich das Bauvolumen in einzelnen Bundesländern wie Bremen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Dort wurden überdurchschnittlich viele Sanierungen genehmigt. Mit 131 Prozent verzeichnete Bremen den stärksten Anstieg.
Bauen im Bestand: Weniger Fläche, effizientere Nutzung
Parallel zum Rückgang des Neubauvolumens sinkt auch die durchschnittliche Wohnungsgröße. Neubauwohnungen schrumpften im Schnitt von 106 auf 93 Quadratmeter, beim Bauen im Bestand von 118 auf 100 Quadratmeter. Die Anzahl der Zimmer pro Wohnung sank entsprechend. Damit zeichnet sich ein klarer Trend zur effizienteren Flächennutzung ab. Diese Entwicklung bringt sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile mit sich.
Nachhaltigkeit rückt in den Fokus
Der zunehmende Stellenwert von Sanierungsprojekten lässt sich auch als Signal für eine wachsende Relevanz nachhaltigen Bauens deuten. Die Wiederverwertung und Modernisierung bestehender Bausubstanz spart Ressourcen, reduziert Bauabfälle und ermöglicht zugleich die Schaffung dringend benötigten Wohnraums. Für die Bauwirtschaft ergibt sich daraus ein deutliches Signal: Wer jetzt auf das Bauen im Bestand setzt, positioniert sich nicht nur zukunftssicher, sondern nutzt auch wirtschaftliche Chancen in einem sich wandelnden Markt.


















Bauen im Bestand geht oft mit nassen Fundamenten einher. Wer sich gegen aufsteigende Nässe aber auch gegen Radon (falls sie in Gegenden mit hoher Radonbelastung bauen) schützen wollen dann eignen sich IGLU Elemente in der Bodenplatte hervorragend dazu. Außerdem bieten diese IGLU Elemente platz für diverse Ver- und entsorgungsleitungen unterhalb der Bodenplatte wobei dort auch eine Leerverrohrung Platz hat um eventuell später nötige Leitungen nachzuziehen.
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