Hohe Nachfrage für Parkett im ersten Halbjahr 2016

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Foto: Roland Riethmüller

Noch immer sind die Investitionen in den Neubau von Wohnraum und Bürogebäuden sehr hoch. Interessant ist dabei vor allem, welche Baustoffe am häufigsten eingesetzt werden und wie sich die Nachfrage auf das entsprechende Produktionvolumen auswirkt. Beim Fußbodenbelag liegt insbesondere Parkett ganz weit vorn auf der Beliebtheitsskala, wie aktuelle interne Erhebungen des Statistischen Bundesamtes belegen.

Parkettproduzenten in Deutschland können sich über ein sehr erfolgreiches erstes Halbjahr 2016 freuen. Zwischen Januar und Juni 2016 ist der Absatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,7 Prozent auf 4,16 Millionen Quadratmeter gestiegen ist.

Freude jedoch mit Bedacht

Wenngleich diese Zahlen natürlich sehr erfreulich sind, so bedacht ist man auch hinsichtlich zu großer Euphorie. Denn der Branche ist durchaus bewusst, dass das dritte Quartal wesentlich schwächer war. Die Erwartungen für den Abschluss des laufenden Jahres sind demnach auch eher verhalten. Zu diesem Ergebnis kam man kürzlich auch auf der Vorstandsitzung des Verbands der Deutschen Parkettindustrie (vdp) in Stephanskirschen bei Rosenheim.

Parkett ist nicht Parkett

Interessant ist auch, dass der Verwender des Parketts einen eindeutigen Favoriten unter den unterschiedlichen Parkettvarianten hat. Denn so ist vor allem das Mehrschichtparkett sehr beliebt. Hier konnte immerhin das höchste Plus mit 8,9 Prozent auf 3,87 Millionen Quadratmeter erreicht werden. Damit trägt das Mehrschichtparkett auch maßgeblichen Anteil an dem positiven Gesamtergebnis. Die Produktionsmenge von Stabparkett dagegen ist sogar um acht Prozent auf 120.000 Quadratmeter gesunken. Und auch das Mosaikparkett ist um 4,3 Prozent auf 174.000 Quadratmeter eher rückläufig im Einsatz.

Erstaunlich ist, dass der Produktionswert der deutschen Parkettindustrie über den gleichen Zeitraum wesentlich stärker gestiegen ist als die Menge, nämlich um 9,3 Prozent auf 103,6 Millionen Euro.

Optimale Entwicklung gegenüber Vorjahren

Die Ergebnisse zeigen, dass das wirtschaftlich Umfeld der Parkettindustrie im Jahr 2016 viel besser ist als in den Jahren zuvor. Dies lässt sich insbesondere auch auf die steigenden Zahlen im Wohnungs- und Nichtwohnungsbau zurückführen.  Diese Entwicklung beflügelt demnach auch die Binnenproduktion von Parkett.

Michael Schmidt, vdp-Vorsitzender, fasst es zusammen: „Die gute Baukonjunktur wird unsere Branche natürlich stärken, denn neuer Wohnraum braucht neue Böden. Erfreulich ist, dass wir seit nunmehr drei Quartalen in Folge Zuwächse bei den Eigenprodukten verzeichnen, die erheblich über den Importsteigerungen liegen. Das war in der jüngeren Vergangenheit lange umgekehrt. Der Trend zur Produktionsverlagerung ins Ausland macht daher offenkundig zumindest eine Pause.“

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