Holzbau in Deutschland gut aufgestellt

News , 10.06.2015 , Frank Kessler Bild zu: Holzbau in Deutschland gut aufgestellt
Foto: Roland Riethmüller

Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) hat den Lagebericht für das Jahr 2015 veröffentlicht. Demnach hat sich die Situation im Holzbau auf einem stabilen Niveau eingependelt. Der Umsatzzuwachs im Jahr 2013 betrug 2 Prozent, wie auch ursprünglich zuvor prognostiziert. Für das letzte Jahr wird aufgrund anhaltender Nachfrage nach Bauleistungen mit einem weiteren Anstieg um 4 Prozent gerechnet. Das niedrige Zinsniveau sorgt zunehmend dafür, dass auch Gebäude in Holzbauweise geplant und errichtet werden. So wurden im Jahr 2013 alles in allem17.039 Baugenehmigungen für Bauwerke aus Holz erteilt, was einer Steigerung von fast 3 Prozent entspricht. Damit entfallen rund 15 Prozent aller genehmigten Wohngebäude auf den Holzbau.

In Deutschland sind zusammen 11.279 Zimmereien und Holzbaubetriebe tätig mit im Schnitt 5,8 Beschäftigen. Diese Zahl der Betrieb ist erstmals seit 15 Jahren nicht gestiegen, wohl jedoch die Anzahl der Beschäftigten. Sie stieg leicht von 64.828 auf 65.057. Bezeichnend dabei ist, dass viele Mitarbeiter bereits langjährig tätig sind. Durch die Übernahme nach der Ausbildung binden viele Handwerksbetriebe im Holzbau ihre Mitarbeiter rechtzeitig und reduzieren damit die Mitarbeiterfluktuation.

Entgegen dem allgemeinen Trend im Handwerk sehen die Geschäftsführer und Handwerksmeister in Zimmereien und Holzbaubetrieben keinen Fachkräftemangel auf sich zukommen. Das Zimmererhandwerk erfreut sich bei jungen Leuten größter Beliebtheit, so dass sich im Jahr 2014 insgesamt 6.943 junge Menschen in der Ausbildung zum Zimmerer befanden. Simon Rehm, amtierender Europameister im Zimmererhandwerk bestätigt diese Liebe zum Beruf vor allem wegen der großen Abwechslung mit dem natürlichen Baustoff Holz und der notwendigen Teamarbeit im traditionsbewussten und innovativen Holzbau.