Holzbauquote erstmals um 20 Prozent gestiegen

News | Frank Kessler | 18.06.2021

Der Klimaschutz und die Beschaffung von neuem Wohnraum sind die dringendsten gesellschaftlichen Ziele der heutigen Zeit. So ist auch Holz auf dem Weg zur angestrebten Klimaneutralität ein wichtiger Faktor, der immer mehr in den Fokus der Wissenschaft gerät. Erfreulicherweise entwickelt sich der Holzbau trotz der Corona-Pandemie weiterhin sehr positiv. Dabei ist die Holzbauquote erstmals sogar um über 20 Prozent gestiegen.

Trotz der Corona-Pandemie ist die Holzbaubranche in Deutschland weiter gewachsen. Zum ersten Mal hat die Holzbauquote die 20-Prozent-Marke überschritten. Holz ist ein wichtiger Rohstoff, um die angestrebte Klimaneutralität zu erreichen. Um dies zu erreichen, muss der Rohstoff jedoch zu adäquaten Preisen und in ausreichender Menge vorhanden sein. Aus diesem Grund sollten Holzexporte kritisch betrachtet werden. Vor einem Export müsse überprüft werden, ob in den Exportländern die Nachhaltigkeitskriterien eingehalten werden.

Positive Entwicklung der Holzbauquote trotz der Pandemie

Das Holzbaugewerbe und Zimmerergewerbe hat sich im Jahr 2020 gegenüber dem Jahr 2019 positiv entwickelt. Die Anzahl der bundesweit gemeldeten Betriebe wuchs mit zwei Prozent etwas schwächer als die Anzahl der im Bauhauptgewerbe gemeldeten Betriebe mit 3,2 Prozent. Hinsichtlich der Zimmerei und Holzbaubetriebe ergaben sich nur wenige Änderungen. Die Stimmung ist optimistisch. Während die Pandemie in anderen Wirtschaftsbereichen drastische Einschnitte brachte, kann sich die Bauwirtschaft nicht beklagen. Zum Jahreswechsel stieg die Nachfrage nach Schnittholz und Rohholz. Die damit verbundene Entwicklung der Preise stellt die Branche seit Jahresbeginn vor neue Herausforderungen. Die Holzverfügbarkeit und die Holzpreise sind der Dreh- und Angelpunkt bei den Bauverträgen. Aus diesem Grund bewerten rückblickend die Holzbauunternehmer die Geschäftsentwicklung besser als den Ausblick ins erste Halbjahr 2021. Gegenüber dem Vorjahr sind die Aussichten eher weniger optimistisch. Das geht aus einer Umfrage von Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) hervor. Mittlerweile haben sich die Einkaufspreise der Zimmerer verdreifacht. Realistische Planungen von Lieferzeiten sind nicht mehr möglich.

Klimaschutz und Wohnraumbeschaffung

Die dringendsten Aufgabenstellungen unserer Zeit sind der Klimaschutz und die Beschaffung neuen Wohnraums. Hier rückt besonders der Holzbau in den Fokus. Vor dem Hintergrund des immer knapper werdenden Baulands kommt dem Bauen im Bestand eine besondere Bedeutung zu. So sei der Holzbau aufgrund seiner konstruktiven Vorteile der ideale Rohstoff und bestens geeignet für die energetische Modernisierung von Gebäuden.

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