Holzindustrie steigert Umsatz und Arbeitsplätze

News , 05.09.2018 , Frank Kessler Bild zu: Holzindustrie steigert Umsatz und Arbeitsplätze
Foto: Roland Riethmüller

Die deutsche Holzindustrie hat im Zeitraum von Juli 2017 bis Juni 2018 rund 3.700 neue Arbeitsplätze geschaffen. Außerdem konnte sich die Branche auch über ein sattes Umsatzplus freuen. Dabei war besonders das Auslandsgeschäft profitabel. Im Inland konnte die Branche nur leicht zulegen. Erwähnt werden muss allerdings, dass auch die Baugenehmigungen für Eigenheime zurückgegangen sind.

Die Holzbranche in Deutschland freut sich über ein Umsatzplus von drei Prozent. Damit ist der Umsatz um rund 18,2 Milliarden Euro gegenüber des Vorjahreszeitraums angestiegen. Johannes Schwörer, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH), zeigte sich mit diesen Zahlen sehr zufrieden. Für den Gesamtjahreszeitraum erwarte er ebenfalls ein Umsatzplus von drei Prozent. Die Holzbranche besteht hauptsächlich aus der Möbelindustrie und dem Holzgewerbe. Allein im Holzgewerbe konnte man eine Umsatzsteigerung von 5,2 Prozent erreichen. Somit beträgt der Umsatz 8,6 Milliarden Euro. Die Möbelindustrie legte ebenfalls mit einem Prozent zu und kommt so auf einen Umsatz von 9,1 Milliarden Euro. Das Wachstum habe man allerdings dem erfolgreichen Exportgeschäft zu verdanken. Im Inland hingegen stagnieren die Umsätze.

Gute Zahlen für das Holzgewerbe durch das Ausland

Auch das Holzgewerbe konnte durch das gute Auslandsgeschäft profitieren, aber auch im Inland konnte man sich über ein leichtes Umsatzplus freuen. Die Bauwirtschaft ist für das Holzgewerbe ein sehr wichtiger Taktgeber. Denn die meisten Holzunternehmen sind von der Baukonjunktur abhängig. Sie erstellen nicht nur Gebäude, sondern liefern auch Baumaterialien, Bodenbeläge und richten den fertigen Wohnraum ein. Doch der Boom der vergangenen Jahre scheint rückläufig zu sein, denn die Baugenehmigungen für Eigenheime gehen zurzeit zurück. Lediglich im Mehrfamilienhausbau konnte ein leichter Zuwachs verzeichnet werden. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Holzwirtschaft.

Nur ein leichtes Umsatzplus im baunahen Bereich

Durch die abkühlende Bautätigkeit wurde auch der Umsatzanstieg im baunahen Bereich gebremst. Hierbei handelt es sich um die Herstellung von Fertighäusern, Fenstern, Türen, Treppen und anderen holzbasierten Bauelementen. Dabei stieg der Umsatz nur leicht um 2,1 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Betriebe mit über 50 Beschäftigte in der Parkettindustrie konnten ein Umsatzplus von 1,2 Prozent verzeichnen. Dort beträgt der Umsatz 140 Millionen Euro. Auch die Holzwerkstoffindustrie konnte sich über ein Umsatzplus von 2,5 Prozent freuen. Der Umsatz lag hier bei 2,5 Milliarden Euro. Auch die Sägewerke verzeichneten einen gesteigerten Umsatz von 2,4 Milliarden Euro. Das macht ein Umsatzplus von 7,8 Prozent. Und nicht zuletzt der Bereich der Holzverpackungen konnte ebenfalls sehr stark anwachsen. Hier kam man auf einen Umsatzanstieg von 29,9 Prozent. Der Umsatz betrug somit 470 Millionen Euro. In der deutschen Holzindustrie waren im 1. Halbjahr 2018 rund 154.455 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt.