Ineffizienter Trend zur energetischen Teilsanierung

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Foto: Roland Riethmüller

Die Energiewende der Bundesregierung rückt näher und mit ihr auch die zu erreichenden energetischen Ziele. Immer mehr Bundesbürger kommen dem Verlangen nach energetischen Standards nach, sowohl im Neu- wie auch im Bestandsbau. Doch gerade bei der energetischen Sanierung an Bestandsbauten sind klare Trends zu erkennen. Das Marktforschungsinsitut BauInfoConsult hat diese in einer aktuellen Umfrage genauer unter die Lupe genommen und dabei eindeutige, wenn auch nicht immer die besten Tendenzen festgestellt.

Wer sich für eine energetische Sanierung am bestehenden Gebäude entscheidet, der kann zwischen zwei verschiedenen Möglichkeiten wählen. Zum einen gibt es die energetische Komplettsanierung oder zum anderen die energetische Teilsanierung. Die Komplettsanierung ist natürlich immer die kostenintensivere und lässt sich auch nur bedingt aufwandsarm umsetzen, denn man bewohnt die zu sanierenden Räume schließlich. Doch wären die Erfolge hier am größten.

Energetische Teilsanierung liegt im Trend

Die Mehrheit der Bürger entscheidet sich daher meist für eine energetische Teilsanierung. In diesem Zusammenhang hat BauInfoConsult eine telefonische Umfrage unter 350 Architekten, Bauunternehmern und SHK-Installateuren vorgenommen. Hierbei wurden nach den aktuellen Trends der energetischen Teilsanierung gefragt, also welche Gebäudeteile in der Regel am häufigsten energetisch saniert werden. Das Ergebnis dabei ist sehr eindeutig ausgefallen.

Dach und Keller werden kaum saniert

Es zeigt sich, dass in den nächsten drei Jahren vor allem in den Bereichen Heizung und Fassade bzw. Mauerwerk die meisten energetischen Arbeiten durchgeführt werden. Der Austausch der Heizungsanlagen stehen dabei an der Spitze der energetischen Sanierungsarbeiten. Immerhin 57 Prozent der Befragten sehen hier die meisten Umbaumaßnahmen auf sich zukommen. Doch auch die Fassade bzw. das Mauerwerk mit 47 Prozent wird durchaus als Trend betrachtet. Bereiche wie Dach (14 Prozent) und Keller (8 Prozent) stehen in der Umfrage mit großem Abstand auf den letzten Plätzen.

Hohe Förderung führt zu großem Interesse an Heizungssanierungen

Nun fragt man sich natürlich zu Recht, was die Gründe dafür sind. Diese Frage zu beantworten, ist relativ einfach. Denn meist sind es die vom Staat angebotenen Fördermittel, die dazu führen, dass Hausbesitzer speziell für die energetische Sanierung von Heizungsanlagen oder der Fassade entscheiden. Denn gerade in diesen Bereichen werden die meisten Mittel freigesetzt.

Neben den finanziellen Anreizen ist es aber oft auch Unwissen der Hausbesitzer. Vielen ist überhaupt nicht klar, welche Bedeutung Fenster, Türen, Dach und Keller eigentlich haben, um Energiekosten zu sparen. Hier liegt es an den Herstellern, die eigenen Marketingstrategien entsprechend anzupassen und besser auf diese Situation abzustimmen. So freut sich der Fachmann über mehr Aufträge und der Bürger spart real viel mehr Geld.

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