Der erste CO2-freie elektrische Tunnelofen für Sanitärkeramik wurde von der Roca-Gruppe in Österreich in Betrieb genommen. Damit stellt die Innovation einen Meilenstein in der Dekarbonisierung der Keramikindustrie dar. Die Entwicklung dauerte rund vier Jahre. Durch den Betrieb mit Strom ist der neue Brennofen eine ideale Alternative zu den mit konventionellen Brennstoffen betriebenen Öfen. Das große Potenzial zeigen schon die ersten Ergebnisse.
Auch die Hersteller der Bauzulieferindustrie nehmen den Umweltschutz ernst. So hat die spanische Roca-Gruppe den ersten elektrischen Tunnelofen zur Herstellung von Sanitärkeramik in Betrieb genommen. Dieser innovative Brennofen steht im österreichischen Gmunden und wurde in gemeinsamer Arbeit mit dem deutschen Ofenbauspezialisten Keramischer Ofenbau entwickelt. Der Brennofen arbeitet vollautomatisch und ohne CO2. Dadurch soll die Herstellung von Badkeramik dekarbonisiert werden. Die Entwicklung dauerte rund vier Jahre. Das Werk in Laufen wurde als Pilotprojekt gewählt. Hier wird bereits Strom aus erneuerbaren Energien genutzt.
Roca dekarbonisiert die CO2-intensive Keramikindustrie
„Unser langfristiges Ziel ist die vollständige Dekarbonisierung unserer Unternehmensprozesse und wir arbeiten intensiv an Lösungen, um dieses Ziel zu erreichen“, erklärt Roca-Geschäftsführer Albert Magrans. „Diese neue europaweite Partnerschaft hilft uns dabei, den NetZero-Standard zu erreichen, und ist zudem ein wichtiger Schritt für die gesamte Branche.“ Der neue Brennofen wurde bereits zum Patent angemeldet. „Dieser elektrische Tunnelofen beweist einmal mehr, dass unsere Spitzentechnologien in der Lage sind, selbst die CO2-intensive Keramikindustrie zu dekarbonisieren“, freut sich Günter Halex, Beiratsvorsitzender von Keramischer Ofenbau. „Unsere elektrisch beheizten Öfen machen unsere Kunden zunehmend unabhängig vom Energiemarkt und ermöglichen ihnen schon heute und in Zukunft eine nachhaltige und wirtschaftliche Produktion.“
Hocheffizient und vollautomatisch zur Sanitärkeramik
Der elektrische Tunnelofen zur Herstellung von Sanitärkeramik ist hocheffizient, vollautomatisch und kommt ohne CO2 aus. Somit ist er die perfekte Alternative zu den konventionellen, von fossilen Brennstoffen abhängigen Produkten. Gleichzeitig ist er für das Unternehmen ein wichtiger Meilenstein, denn bis zum Jahr 2024 wird das Unternehmen das weltweit erste Werk für Sanitärkeramik mit einer Netto-Null Produktionsstätte. Die Investition ist gleichzeitig auch für die Strategie der Dekarbonisierung für Roca wichtig. Die Gruppe hat es bereits geschafft, im Jahr 2022 die CO2-Emissionen gegenüber 2018 um 39 Prozent zu reduzieren. Das Unternehmen nähert sich somit dem Ziel, im Einklang mit der Science-Based Targets Initiative (SBTi) bis zum Jahr 2045 CO2-Neutralität zu erreichen. Das große Potenzial zeigt sich schon jetzt. Von diesem Brennofen profitieren, neben der Sanitärkeramik, auch verwandte Industriezweige. Baukeramik, Geschirr und technische Keramik können damit hergestellt werden. Der neue Tunnelofen macht deutlich, dass die vollständige Dekarbonisierung der Produktion von Sanitärkeramik möglich und in der Realität auch wirtschaftlich machbar ist.


















Ein guter Ansatz! Jedoch bitte beachten: Auch Österreich hat keine CO2-freie Stromerzeugung. Noch immer werden in Österreich im Mittel pro erzeugter Kilowattstunde Strom rund 240 Gramm CO2 freigesetzt ( Quelle Electricity Maps, https://app.electricitymaps.com/zone/AT?lang=de).
Also bitte nicht die Wirklichkeit schönreden mit „CO2-freier Tunnelofen“.