Investitionsbedarf in große Wohnsiedlungen

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Foto: Roland Riethmüller

Wohnraum wird in Deutschland, insbesondere in Ballungsgebieten immer knapper und damit auch teurer. Zeitgleich steigen aber nicht unbedingt die Einkommen, um den teuren Wohnraum auch finanzieren zu können. Es gilt also, eine Lösung zu finden, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, den sich alle langfristig leisten können. Dabei stellen vor allem große Wohnsiedlungen eine Alternative dar, in die es sich zu investieren lohnt.

Dass Wohnraum in Deutschland immer knapper wird, ist nun schon lange bekannt. Umso wichtiger ist es aber auch, Möglichkeiten im Wohnungsbau zu schaffen, die nicht nur ausreichend Wohnraum schaffen, sondern diesen vor allem bezahlbar sein lassen. Ein Weg dazu sind wohl große Wohnsiedlungen. Diese ermöglichen es vielen Menschen gleichzeitig, Wohnraum zu nutzen, der dabei auch bezahlbar ist.

Große Wohnsiedlungen gibt es schon lange und längst genießen sie nicht unbedingt einen guten Ruf. So sind sie allzu oft dafür bekannt, von sozialschwachen Mitbürgern bewohnt zu sein. Darüber hinaus beeindrucken diese Wohnsiedlungen nur selten von einem ansprechenden  Äußeren. Doch sind es dennoch gerade diese Siedlungen, die es in den nächsten Jahren zu entwickeln gilt und denen ein großes Potenzial zugesprochen wird.

So zumindest legt es eine Studie von der Bau- und Wohnungswirtschaft beauftragte, vom Deutschen Institut für Urbanistik und vom Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V. erarbeitet, aktuell offen. Basis dieser Studie ist eine bundesweite Befragung von Kommunen und Wohnungsunternehmen.

Die zwischen den Jahren 1920 und 1980 errichten Wohnsiedlungen des mehrgeschossigen Wohnungsbaus stellen mit circa vier Millionen Wohnungen Wohnraum für gut acht Millionen Menschen zur Verfügung. Das ist nicht nur bei Betrachtung der Vergangenheit ein enormes Potenzial, sondern vor allem mit Hinblick auf die gegenwärtige und zukünftige Wohnentwicklung in Deutschland. Immerhin erfreut sich Deutschland immer noch einer starken Zuwanderung, die so schnell nicht aufhören wird. Da erschließt es sich einem von selbst, das Angebot und Nachfrage nicht zu einer Senkung der Wohnkosten führen werden.

Um also der großen Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum irgendwie gewachsen zu sein, gilt es neue Wohnungen zu bauen. Große Wohnsiedlungen stellen dabei eine neue Herausforderung dar. Letztlich wird also auch die Bauindustrie von dieser Entwicklung profitieren können. Dabei können sie speziell durch ihre Kompetenz einen großen Beitrag leisten.

Während die großen Wohnsiedlungen, wie bereits erwähnt, immer noch mit Imageproblemen zu kämpfen haben, könnte man dies bei Neubauprojekten durchaus umkehren. Denn längst müssen solche Siedlungen nicht mehr durch wenig attraktives Aussehen o.ä. bekannt sein. Vielmehr lassen sich auch energiepolitische Ziele optimal integrieren. So kann man durch Begrünung der Anlagen oder andere Maßnahmen dafür sorgen, dass auch ein wesentlicher und wichtiger Beitrag zur Energiewende umgesetzt werden kann.

Natürlich sind dafür auch ausreichend Investitionen nötig, die es durchaus von politischer Seite zu unterstützen gilt.

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