Keine Krisenzeiten beim Wohnungsneubau im ersten Quartal

News | Frank Kessler | 15.05.2020
Keine Krisenzeiten beim Wohnungsneubau im ersten Quartal
Foto: Roland Riethmüller

Bedingt durch die Corona-Krise sind Debatten über Mietendeckel oder Enteignungen im Immobilienmarkt fast vergessen. In vielen deutschen Großstädten und in Wien sind die Angebotspreise für Wohnungen gleich geblieben und vereinzelt sogar gestiegen. Den größten Anstieg der Kaufpreise im Wohnungsneubau verzeichnet die Stadt Köln. Die Zuwachsraten sind hier zweistellig. Die Rhein-Main-Metropole Frankfurt legte hingegen eine Wachstumspause ein.

Die Corona-Krise hat bisher keine Auswirkungen auf den Neubau von Wohnungen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Marktanalyse zum Thema Wohnungsbau von den Marktforschern von PROJECT Research. Demnach hat der Ruf von Wohnimmobilien als sicherer Hafen immer noch Bestand. “Unsere eigens durchgeführten März Recherchen, die speziell je nach Standort zwischen Anfang und Ende März erfolgten, zeigen bislang keinerlei Auswirkungen der Corona-Krise, weder bezüglich der Verkaufspreise noch bezüglich der verkauften Einheiten”, berichtet Dr. Matthias Schindler, Vorstand Projektentwicklung der PROJECT Real Estate AG. “Es kam lediglich zu vereinzelten Vertriebsstopps.”

Hohe Preisanstiege im Wohnungsneubau in Köln, Hamburg und München

Beim Anstieg der Kaufpreise für Neubauwohnungen liegt Köln an der Spitze. Im ersten Quartal 2020 konnte die Stadt zweistellige Zuwachsraten für sich verbuchen. Die Zuwachsrate betrug 11,9 Prozent. Damit kommt die Stadt auf einen Quadratmeterpreis von 5.970 Euro.

Die Hansestadt Hamburg belegt mit einem Plus von elf Prozent Platz zwei, gefolgt von München mit 10,6 Prozent.

Geringeres Wachstum in der Rhein-Main-Metropole Frankfurt

In der Rhein-Main-Metropole Frankfurt wurden dagegen eher moderate Zuwachsraten von 4,5 Prozent ermittelt. Hier beträgt der Kaufpreis eines Quadratmeters nun 7.727 Euro. Im Umland ist dagegen ein Kaufpreisplus festzustellen. Dieses betrug zum Beispiel in Wiesbaden 14,2 Prozent.

In Düsseldorf stiegen die Kaufpreise um 5,6 Prozent und erreichen damit 7.339 pro Quadratmeter. Hier wird die Entwicklung vom niedrigen Angebot beeinflusst, während im Frankfurter Stadtgebiet sich das Wachstum eher verlangsamt.

Große Preisunterschiede in der Hauptstadt

In Berlin ist eine Kaufpreiserhöhung in angesagten Bereichen festzustellen. Obwohl die Wachstumsrate bei fünf Prozent liegt und somit niedriger ausfällt, bestehen an der Spree große Preisunterschiede. In guten Lagen gibt es nach wie vor gute Zuwachsraten, die sich im zweistelligen Bereich bewegen.

Wien könnte Preissprünge in den Außenbezirken für sich verbuchen. Hier beträgt das Plus 7,5 Prozent. Pro Quadratmeter müssen nun dort 5.980 Euro gezahlt werden. In gehobenen Gegenden betrug der Preisanstieg sogar bis zu 22,4 Prozent. Selbst einfache Gegenden konnten einen Preisanstieg im Wohnungsneubau von 11,2 Prozent verzeichnen.

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