KfW unterstützt Handwerksbetriebe mit "Runden Tischen"

News , 06.09.2010 , Stephan Gruber Bild zu: KfW unterstützt Handwerksbetriebe mit "Runden Tischen"
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Lösungen für Probleme aufspüren, das ist die Aufgabe für den "Runden Tisch" der KfW. Kleine und mittelständische Bauunternehmen und Handwerksbetriebe, die in Schwierigkeiten geraten sind, können sich im Rahmen der "Runden Tische" der KfW beraten lassen. Erste Krisenhilfe leisten Beraterinnen und Berater aus der KfW-Beraterbörse zusammen mit Vertretern der Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern vor Ort. Gemeinsam mit den betroffenen Unternehmen suchen die Krisen-Experten nach Gründen und Lösungen für die aufgetretenen Probleme. Insgesamt stehen in ganz Deutschland an rund 130 Standorten kompetente Krisenhelfer bereit.

Nicht unwichtig für finanziell angeschlagene Unternehmer: Das Ganze ist (fast) zum Nulltarif zu haben. Außer den Fahrtkosten und der Mehrwertsteuer für den externen Berater fallen für die Unternehmen keine Kosten an. Im vergangenen Jahr nutzten über 3.000 mittelständische Unternehmen den "Runden Tisch", um Wege aus ihrer wirtschaftlich schwierigen Situation zu finden. Für dieses Jahr stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zusätzlich bis zu 3,0 Mio. EUR zur Verfügung. Durch diese Mittel konnten inzwischen rd. 30 weitere Kammern, die bisher die "Runden Tische" nicht anbieten konnten, gewonnen werden.

In dem Programm „Runder Tisch“ profitiert der Unternehmer in Schwierigkeiten von der kompetenten Beratung durch einen Unternehmensberater. Diese professionelle, externe Beratung wird durch Zuschüsse gefördert. So bleiben die Kosten für den Betrieb überschaubar.

Folgende Vorteile können die Betriebe dabei nutzen. Die Aufwandsentschädigung für die Beratung wird aus Bundesmitteln finanziert. Das Programm ermöglicht den Zugriff auf qualifizierte Berater aus der KfW-Beraterbörse. Es werden kompetente Schwachstellenanalyse durchgeführt und Lösungsvorschläge angeboten. Die Antragsbetreuung durch Regionalpartner vor Ort ermöglicht kurze Wege. Nicht gefördert werden Unternehmen, die bereits einen Insolvenzantrag gestellt haben oder die aufgrund ihrer schlechten wirtschaftlichen Lage bereits verpflichtet sind, Insolvenz anzumelden.

Mit dem Förderprogramm können Schwachstellen im Unternehmen schnell identifiziert werden. Zudem erhalten die Unternehmen eine Fortführungsprognose sowie konkrete Vorschläge für Maßnahmen, mit denen wirtschaftlichen Schwierigkeiten überwunden werden können.

Dafür ein Berater nach Wahl des Unternehmens aus der Beraterbörse der KfW mit der Durchführung eines Unternehmens-Checks beauftragt. Die Berater sind speziell für das Förderprogramm Runder Tisch qualifiziert und geprüft. Falls erforderlich, moderieren die Regionalpartner Gespräche mit allen Beteiligten um das weitere Vorgehen abzustimmen. Das Programm „Runder Tisch“ kann mit dem KfW-Förderprogramm Turn-Around-Beratung kombiniert werden. Die Schwachstellenanalyse, die im Rahmen des Förderprogramms Runder Tisch erstellt wird, ist Voraussetzung dafür. Den persönlichen Berater, der Handwerksbetriebe qualifiziert durch den Veränderungsprozess begleitet, findet man in der Beraterbörse der KfW.