Klimapaket zeigt Wirkung - Steigende Heizungsmodernisierung

News | Frank Kessler | 10.03.2020
Klimapaket zeigt Wirkung - Steigende Heizungsmodernisierung
Foto: ZVSHK

Das Klimapaket hat seine Wirkung auf die Heizungskeller nicht verfehlt. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass jeder achte Hauseigentümer in den nächsten zwei Jahren seine Heizungsanlage modernisieren will. Der Grund für diese Entscheidung sind primär Umweltaspekte, doch auch die Kostenersparnis fördert den Wunsch zum Austausch. Trotzdem ist noch viel Aufklärungsarbeit notwendig, denn es bestehen immer noch zu viele Fehleinschätzungen hinsichtlich der Notwendigkeit einer Modernisierung.

Das Klimapaket animiert trotz anfänglicher Kritik die Hausbesitzer zum Umdenken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts KANTAR im Auftrag des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Demnach will jeder achte Befragte in den kommenden zwei Jahren seine Heizungsanlage erneuern oder modernisieren. Es sind jetzt erst zwei Monate her, dass die neuen Förderbedingungen bekannt gegeben worden sind. Die Hauptgründe für den Einbau neuer Heizungsanlagen sind in erster Linie die Umweltaspekte. 63 Prozent der Befragten gaben die Einbindung Erneuerbarer Energien und die CO2-Reduzierung als Gründe für diesen Schritt an. Doch dies ist nicht der alleinige Grund. Rund 18 Prozent der Befragten gaben an, mit dem Einbau Kosten sparen zu wollen.

Steigendes Interesse an Fördermitteln zur Heizungsmodernisierung

Gefragt wurde auch nach den Informationsquellen zum Thema Heizen. 86 Prozent sagten, beim Heizungsfachbetrieb sich die notwendigen Informationen zu holen. 42 Prozent nannten die Ausstellungen als Informationsmittel, das Internet gaben 37 Prozent an und auf den Baumarkt entfielen 13 Prozent. "Die aktuellen Umfrageergebnisse bestätigen, was unsere Fachbetriebe zur Zeit im Markt erleben", erklärt Michael Hilpert, Präsident des ZVSHK. "Auf Seiten der Kunden spüren wir ein deutlich gesteigertes Interesse am Thema Heizungsmodernisierung und Fördermittel."

Fehleinschätzung hinsichtlich der Notwendigkeit zur Modernisierung

Die Umfrage bestätigt aber auch, dass noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden müsse. Der Grund dafür ist, dass 58 Prozent der Hauseigentümer angaben, dass ihre Heizung noch nicht alt genug für eine Modernisierung sei. Daraus ergibt sich eine völlige Fehleinschätzung, was die eigene Heizung betrifft, beklagte Hilpert im Gespräch. Nur jede fünfte Heizung würde effizient arbeiten. Der Präsident des ZVSHK sieht deshalb einen großen Handlungsbedarf, um die Öffentlichkeit gezielter zu informieren, warum gerade jetzt es so wichtig ist, die alte Heizung auszutauschen und die dafür vorgesehenen Fördermittel in Anspruch zu nehmen. Die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist für viele kein Argument für eine Modernisierung der Heizung. Nur 14 Prozent sahen darin einen wichtigen Grund. Das spiegelt sich auch bei den Antworten zur bevorzugten Heiztechnik wider. 35 Prozent würden sich für hybride Gas-Brennwerttechnik mit Solarthermie entscheiden. Gezeigt hat die Umfrage aber auch, dass Übergangsweise praxistaugliche Übergangslösungen gefragt sind. Fossile Energieträger werden dabei als Lösungen angesehen. Der ZVSHK spricht sich deshalb dafür aus, dass dort, wo kein Gasnetz zur Verfügung steht oder wirtschaftlich ein vollkommener Umstieg nicht zu vertreten sein, Hybridlösungen mit Heizöl möglich sein müssten.

Aktuelle Kommentare zum Beitrag.

Wir stellen diese Frage, um automatisierten Spam zu verhindern.

Das könnte Sie auch interessieren.