Klimawandel bedroht Bauarbeiter - mehr Sonnenschutz am Bau

News , 23.08.2019 , Frank Kessler Klimawandel bedroht Bauarbeiter - mehr Sonnenschutz am Bau
Foto: DGUV

Wer im Freien arbeitet, bekommt den Klimawandel zu spüren. Obwohl der Sonne viele positive Eigenschaften nachgesagt werden, zeigen sich auch negative Seiten. Eine der am häufigsten angezeigten Berufskrankheiten ist der weiße Hautkrebs. Das zeigt einmal mehr, wie sehr die Haut einen wirksamen Sonnenschutz braucht, zum Wohl der Mitarbeiter auf den Baustellen.

Der Klimawandel hinterlässt auch seine Spuren am Bau. Denn mittlerweile zählt der weiße Hautkrebs in der Bauwirtschaft zu den häufigsten Berufskrankheiten. Der Berufsgenossenschaft Bau (BG Bau) wurden im Jahr 2018 insgesamt 2.944 neue Verdachtsfälle angezeigt. Für das erste Halbjahr 2019 lagen die Zahlen bei 1.400 Meldungen. Die Tendenz ist steigend. Die Sommer werden immer heißer. Das bedeutet gleichzeitig eine weiter ansteigende UV-Strahlung. Für die Beschäftigten kann das ungeahnte Folgen haben, wenn sie nicht richtig geschützt werden.

Immer mehr Folgekrankheiten treten auf

Es ist aber nicht nur der weiße Hautkrebs, der vermehrt auftritt. Es ist auch ein Ansteigen der Arbeitsunfälle durch Hitzschlag oder Sonnenstich zu verzeichnen. Über den Hautschutz denken viele Beschäftigte am Bau nicht nach. Dementsprechend sind sie sich der Gefahren gar nicht bewusst, denen sie bei der Arbeit im Freien ausgesetzt sind."Hier müssen wir noch stärker aufklären und sensibilisieren”, erklärt BG BAU-Hauptgeschäftsführer Klaus-Richard Bergmann. “Entsprechende Präventionsmaßnahmen können Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten verhüten." Der weiße Hautkrebs ist seit dem Jahr 2015 als Berufskrankheit anerkannt. Seitdem ist ein Ansteigen um fast sechs Prozent zu verzeichnen. Seit 2018 sind rund 99.000 Menschen neu erkrankt.

Sonnenschutz - die Unternehmen sind gefragt

Die Beschäftigten und die Unternehmen sind jetzt in der Pflicht. Die Mitarbeiter müssen sensibilisiert werden, damit sie entsprechende Sonnenschutzkleidung und Cremes verwenden. Der Arbeitsmedizinische Dienst der BG Bau bieten den Mitgliedsunternehmen für ihre Mitarbeiter eine Vorsorge an. Jährlich werden bereits über 500.000 Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt. Damit sollen Krebserkrankungen frühzeitig erkannt und verhindert werden. Zusätzlich dazu wurde ein Selbsttest entwickelt, der auf mögliche Faktoren für eine Erkrankung aufmerksam machen soll. Die BG Bau engagiert sich für den Gesundheitsschutz auf den Baustellen. Mit praxisnahen Maßnahmen sollen die Mitarbeiter geschützt werden. Als Partner der Bauwirtschaft will die BG Bau den Unternehmen mehr zur Seite stehen und bietet auch entsprechendes Informationsmaterial an. Nur mit einem wirksamen Sonnenschutz kann die Haut vor den UV-Strahlen geschützt werden.