Konjunkturaussichten der Transportbetonindustrie zurückhaltend

News , 22.09.2010 , Roland Riethmüller Bild zu: Konjunkturaussichten der Transportbetonindustrie zurückhaltend
Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie e. V.

Nach den deutlichen Produktionseinbrüchen in 2009 erwartet der Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie e. V. auch in diesem Jahr keine deutliche Besserung. Aufgrund des langen und harten Winters starteten die Bautätigkeiten in diesem Jahr sehr verhalten und führten damit erneut zu einem leichten Rückgang.

Im vergangenen Jahr ist die Produktion der jährlichen Transportbetonmenge in den 1.910 Transportbetonwerke in Deutschland um 8 Prozent auf 37,7 Millionen Kubikmeter zurückgegangen. Auch der Umsatz der Branche lag 2009 mit 2,502 Milliarden Euro um drei Prozent unter dem Vorjahreswert.

Als Grund für den Rückgang wertet der Verbandspräsident Dr. Erwin Kern vor allem die widrigen Wetterbedingungen im Winter. Dadurch sei die Bautätigkeit massiv gehemmt worden. Allein im ersten Quartal 2010 bedeutete dies einen Rückgang der Transportbetonauslieferung um 20 Prozent. Und obwohl die Nachfrage im zweiten und dritten Quartal 2010 deutlich angestiegen ist, sieht Dr. Kern für das kommende Jahr keine nennenswerte Erholung.

Während der Verband für den Wirtschaftsbau eine stabile Entwicklung erwartet, rechnet er im öffentlichen Bau aufgrund des Auslaufens der Konjunkturmaßnahmen mit einem weiteren Rückgang der Nachfrage nach Transportbeton. Einzig im Wohnungsbau liegt die große Hoffnung auf einen Anstieg.

Kritisch betrachtet Dr. Kern vor allem den Rückgang der Durchschnittserlöse für Transportbeton. Das Statistische Bundesamt hat hier einen Verringerung der Durchschnittserlöse von Transportbeton bis Juni 2010 um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert ermittelt.

Gleichzeitig fordert der Verbandspräsident eine Gleichbehandlung von Bestandsersatz zu einer energetischen Sanierung hinsichtlich der Fördermittel. Gerade unter ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekten kann im Einzelfall ein Abriss und Neubau sinnvoller sein und Aspekte wie Barrierefreiheit und städtebauliche Aufwertung besser berücksichtigen.