Kostengünstiger Wohnungsbau: 25 innovative Konzepte enthüllt

Foto: Roland Riethmüller

Im Kampf gegen die Wohnungsnot wurde kürzlich die neue Rahmenvereinbarung „Serielles und modulares Bauen 2.0“ vorgestellt. Diese Initiative beinhaltet 25 Konzepte für schnellen und kosteneffizienten Wohnungsbau. Sie zielt darauf ab, den Wohnungsbau zu beschleunigen, die Kosten zu senken und ökologische Qualität zu berücksichtigen. Das stellt eine bedeutende Entwicklung für Bauunternehmer, Handwerker und Wohnungssuchende dar und gibt der Wohnungswirtschaft neue Impulse.

Im Kampf gegen die Wohnungsnot präsentieren der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und das Bundesbauministerium eine vielversprechende Lösung. Denn mit der neuen Rahmenvereinbarung „Serielles und modulares Bauen 2.0“ versprechen sich GdW-Präsident Axel Gedaschko, Bundesbauministerin Klara Geywitz und HDB-Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller neue Impulse für die Wohnungswirtschaft. Dabei beinhaltet die vergangene Woche in Berlin vorgestellte Initiative 25 innovative Konzepte für schnellen, kosteneffizienten Wohnungsbau in hoher Qualität. Die beteiligten 20 Bieter und Bietergemeinschaften sind aus einem europaweiten Ausschreibungsverfahren hervorgegangen und ermöglichen den GdW-Mitgliedsunternehmen neue Chancen, den Wohnungsbau zu beschleunigen und damit bezahlbares Wohnen zu fördern. In einem siebenmonatigen Verfahren wählte zuvor eine fachkundige Jury, unter Einbeziehung verschiedener Partner, die besten Konzepte aus. Die Bewertung orientierte sich an ökonomischen Kriterien wie Preis und Skaleneffekte sowie an Qualität und Innovation. Ein besonderes Augenmerk lag auf der ökologischen Qualität, die einen höheren Stellenwert in der Bewertung einnahm.

Beschleunigung und Kostensenkung mithilfe durchdachter Konzepte

Die Rahmenvereinbarung Serielles und modulares Bauen 2.0 stellt eine fortschrittliche Maßnahme dar, die auf dem Bündnis für bezahlbaren Wohnraum von 2017 aufbaut. Sie bietet einen wegweisenden Ansatz für die Herausforderungen im Wohnungsbau und stellt eine wichtige Entwicklung für alle Beteiligten dar, von Bauunternehmern und Handwerkern bis hin zu Wohnungssuchenden. Dabei betont Bundesbauministerin Klara Geywitz vor allem auch die Notwendigkeit, Planungs- und Bauverfahren zu beschleunigen. Die neue Rahmenvereinbarung ermöglicht durch Vorfertigung und durchgeplante Konzepte eine erhebliche Zeit- und Kosteneinsparung. Sie hebt auch die ökologische Qualität und Innovationsfähigkeit der ausgewählten Projekte hervor, die wesentliche Faktoren bei der Partnerauswahl waren. “Damit reiht sich diese Rahmenvereinbarung 2.0 in die zahlreichen Maßnahmen ein, die wir im Schulterschluss zwischen Politik und Wirtschaft bereits auf den Weg gebracht haben und weiter voranbringen. Sie alle zielen darauf ab, dass Dächer leichter aufgestockt, brachliegende Flächen in Wohnhäuser umgewandelt und Bauvorhaben endlich schneller umgesetzt werden.“

Preissignale und Lösungsansätze für bezahlbares Wohnen

Auch GdW-Präsident Axel Gedaschko sieht in der Rahmenvereinbarung einen wesentlichen Baustein für bezahlbaren Wohnungsbau. Mit Baukosten unter 3.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche setzt die Vereinbarung ein starkes Preissignal und ermöglicht GdW-Mitgliedern den Wiedereinstieg in den Neubau. Gedaschko schlägt zudem ein Zinsverbilligungsprogramm vor, um Mieten zwischen neun und zwölf Euro zu erreichen und damit bezahlbaren Wohnungsneubau zu fördern.

Effizienzsteigerung und Attraktivität der Baubranche

Die neue Rahmenvereinbarung ist für die Bauindustrie ebenso von hoher Bedeutung, betont Tim-Oliver Müller. Denn serielles Bauen ermöglicht geringere Kosten, Zeitersparnis und CO2-Reduktion. Die industriellen Prozesse, integrierte Planung und digitale Technologien bieten Optimierungspotenzial, durchbrechen die traditionelle Trennung von Planung und Ausführung und minimieren Fehleranfälligkeit. Dies steigert nicht nur die Produktivität, sondern macht die Branche attraktiver, insbesondere angesichts des Fachkräftemangels.

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