Kran-Unfälle häufen sich

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DGUV

Mangelhafte Abstützung, Windböen, nicht tragfähiger Untergrund und Überlastung führen immer wieder zu schweren Unfällen auf unseren Baustellen. Egal ob mobil oder stationär – eigentlich gilt der Kran als gelungene Arbeitshilfe auf der Baustelle beim Lastenheben. Doch manchmal kippt er einfach um. 1356 Kran-Unfälle wurden im Jahr 2009 gezählt.

Hier ein paar Schlagzeilen der letzten Wochen. Im baden-württembergischen Tettnang verfehlte ein 20 Meter langer Ausleger nur knapp ein Bürogebäude. Im niedersächsischen Lorup kippte ein 750 Tonnen Raupenkran bei Montagearbeiten im Windpark um. Bei 130 Metern Höhe ein Millionenschaden auf der verschneiten Wiese. Nochmals Niedersachen – in Bispingen stürzte ein 40-Tonnen-Kran auf das Wohnhaus aus dessen garten ein 25 Meter Weihnachtsbau gehoben werden sollte. Ein Mobilkran verhob sich in Frechen (NRW) an einem Betonfertigteil und kippt Kopfüber um.

Etwa 75 Prozent aller Unfälle ereignen sich durch die Überschreitung der Gewichtsaufnahme. Gerade wenn der Lastmoment, also das Zusammenspiel zwischen Gewicht der Last und der Entfernung des Auslegers überschritten wird kippt der Kran. Das meist Tonnenschwere Gegengewicht kann den Kranausleger dann nicht mehr in Balance halten und es kommt unweigerlich zum Unfall. Immer häufiger sind aber auch Schwingungen durch ein Aufschaukeln der Last die Urasche für große Schäden. Unter Zeitdruck wird allzu oft Last angehoben, obwohl die Windbedingungen dies nicht zulassen. Gerade vorgefertigte Wandelemente kommen da oft ins taumeln.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat jetzt für das Jahr 2009 über 1.300 Arbeitsunfälle mit Baukränen bekannt geben. Eine Zahl die zu denken gibt, denn im Schnitt sind dies fast vier Unfälle pro Tag.

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