Kritik um Energiewende im Bayerischen Handwerkstag

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Foto: Uwe Schlick / pixelio.de

Die Maßnahmen rund um das Thema Energiewende haben im Handwerk nun schon mehrfach für Verärgerung gesorgt. Immer wieder hat man geäußert, dass man sich durch die Energiewende massiven Mehrbelastungen ausgesetzt sieht und diese nicht förderlich für die Entwicklung der Branche sind. Auch bei einem Symposium zur Energiewende des Bayerischen Handwerkstages (BHT) wurde erneut der Unmut über die derzeitige Entwicklung kundgetan.

Immer wieder beklagte das Handwerk in den letzten Monaten, dass man sich durch die Maßnahmen rund um die Energiewende finanziell stark belastet fühlt. Immerhin werden vor allem die kleinen und mittelständischen Betriebe zur Kasse gebeten, wenn es um die Finanzierung der Energiewende geht. Große Industriebetriebe dagegen werden entlastet. Dieses Ungleichgewicht möchte man so nicht länger hinnehmen.

Mit dem Jahreswechsel wurde auch die EEG-Umlage erhöht. Somit sind nun statt etwa 5,3 Cent bereits 6,24 Cent pro Kilowattstunde Strom zu entrichten. Damit erwartet man sich im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) eine bessere Finanzierung und Umsetzung der Energiewende. Diese erhöhte Umlage, haben aber derzeit nur kleine und mittelständige Unternehmen zu entrichten. Großunternehmen, die vor allem global aufgestellt sind, sind dagegen von den Kosten der Energiewende befreit, da man gerne damit argumentiert, dass sonst vor allem die Exporte zu leiden hätten. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass auch kleine und mittlere Betriebe im Ausland tätig sind.

Des Weiteren kritisiert der BHT, dass die EEG-Umlage an der falschen Stelle ansetzt. Immerhin fördert das EEG in keiner Weise den technischen Fortschritt oder ähnliches. Darüber hinaus sei zu erwähnen, dass dieses Vorgehen mit den anderen Staaten überhaupt nicht abgestimmt ist. Es ist somit ein Alleingang der deutschen Politik, der so nicht hinnehmbar ist, wenn man die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschlands erhalten möchte.

Nach Ansicht des BHT sei es von größter Bedeutung, dass die Regierung alles daransetzt, die Infrastruktur bereitzustellen, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen oder den geeigneten rechtlichen Rahmen zu schaffen, damit es eine einheitliche Regelung gibt. Am Ende ist es das Wichtigste, dass Investitionen ins Netz vorangetrieben werden, um eine erfolgreiche Energiewende zu realisieren. Darüber hinaus dürfen auch nicht die Ersatzkapazitäten für wind- und sonnenarme Phasen außer Acht gelassen werden.

Unter Berücksichtigung aller genannten Punkte, dürfe außerdem die Reduzierung des Verbrauchs ganz allgemein nicht unterschätzt werden. Studien zeigen, dass eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes maßgeblich dazu beitragen würde, die Energiewende voranzutreiben.

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