Kunden würden Handwerker überwachen

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Foto: Gabi Eder / pixelio.de

Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage wurden Bewohner von Wohnungen zum Thema Videoüberwachung in den eigenen vier Wänden befragt. Bereits 81 Prozent sehen darin kein Problem und würden selbst hemmungslos überwachen, was in der Wohnung während ihrer Abwesenheit passiert. Vor allem während des Urlaubs, aber auch zur Kontrolle von Handwerkern oder der Putzfrau würden immer mehr Deutsche zur Videoüberwachung greifen.

Trotz allgemeiner Proteste über die Überwachung von BND, NSA und anderer Geheimdienste hat das Thema Videoüberwachung Einzug in den privaten Bereich gehalten. Denn aufgrund sinkender Preise der Überwachungstechnik scheint die Hemmschwelle gesunken zu sein, selbst zu kontrollieren und andere zu überwachen. So hat immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, in einer repräsentativen Studie 1.015 Mieter und Wohnungseigentümer nach ihrer Einstellung dazu befragt. Das Ergebnis überrascht, denn nur 19 Prozent lehnen eine selbst durchgeführte Videoüberwachung komplett ab. Von den 81 Prozent Befürwortern sind 25 Prozent grundsätzlich dafür. 20 Prozent würden es ausprobieren, wenn es nicht so kompliziert wäre, und 36 Prozent würden in begründeten Verdachtsfällen zur Überwachungstechnik greifen.

Im wesentlichen soll die Videoüberwachung ein gutes Gefühl bieten. Denn 79 Prozent der Befragten würden während des Urlaubs die eigenen Habseligkeiten daheim zum eigenen Schutz überwachen, um im Falle eines Einbruchs die Täter identifizieren und überführen zu können. Doch 43 Prozent würden damit auch die Arbeiten von Handwerkern und Putzfrau überwachen.

Zwar ist die Videoüberwachung in der eigenen Wohnung zulässig, darf jedoch weder angrenzende Grundstücke oder den öffentlichen Raum zeigen. Auch das ungefragte Überwachen jeglicher Personen verletzt bereits Persönlichkeitsrechte. Rechtlich stellt die unberechtigte Videoüberwachung einen Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz dar und kann mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Bei einer zusätzlichen Tonaufnahme kommt noch eine Straftat nach dem Telekommunikationsgesetz hinzu, bei der bis zu zwei Jahren Gefängnis drohen. Auftraggeber, die ungefragt Handwerker überwachen, machen sich folglich bei heimlichen Aufnahmen strafbar.

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