Mangel an Gewerbeflächen bremst Bauwirtschaft

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Foto: Roland Riethmüller

Gerade in Ballungsgebieten wird die bebaubare Fläche rar. Damit die Bauwirtschaft nicht darunter leidet, dass der Wohnungsbau bevorzugt wird, müssen verlässliche Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen geschaffen werden. Das unterstreicht auch die Aufforderung durch den Rat der Bürgermeister. Denn der Mangel an Gewerbeflächen bremst die Bauwirtschaft. Stattdessen sollte auf einen gesunden Mix von Wohnen und Gewerbe geachtet werden.

In Ballungsgebieten und Großstädten wie in Berlin sind die Gewerbegebiete rar, und das bremst die Bauwirtschaft. Deshalb fordert die Fachgemeinschaft Bau Berlin-Brandenburg (FG Bau) verlässliche Rahmenbedingungen für kleinere und mittlere Unternehmen. FG Bau-Hauptgeschäftsführerin Dr. Manja Schreiner bestätigt, dass viele Mitgliedsbetriebe ihre Kapazitäten erweitern wollen. Doch sie werden durch den Mangel an dringend benötigter Gewerbegebiete ausgebremst. Man erwarte aber auch von den politisch Verantwortlichen, dass sie sich für die baulichen Herausforderungen der Bauwirtschaft rüsten.

Ein wichtiges Signal für mehr Gewerbeflächen

Der Beschluss des Rats der Bürgermeister ist für den Bauverband ein richtiges und notwendiges Signal an den Senat. Wenn nicht genügend Flächen zur Verfügung stehen, können sich die Unternehmen dem gestiegenen Bedarf nicht anpassen. Besonders in Berlin ist der öffentliche Druck nach mehr Wohnraum sehr groß. Schreiner betonte weiterhin, dass auf einen gesunden Mix aus Gewerbe und Wohnen geachtet werden muss. Es werden deshalb Maßnahmen zur Beseitigung des Missstands vorgeschlagen. Dazu gehört, dass in Zukunft keine Gewerbe- und Industrieflächen zugunsten von Wohnungsbau und Infrastruktur umgewandelt werden. Außerdem sollten bestehende Gewerbehöfe weiter ausgebaut und gesichert werden. Dies sollte mit Unterstützung der landeseigenen Gewerbesiedlungsgesellschaft geschehen.

Bauwirtschaft darf nicht unter mangelnden Bauflächen leiden

Außerdem sollte das Erbrecht angepasst und Instrumente gegen das „Landbanking“ entwickelt werden. Darüber hinaus sollten Möglichkeiten geschaffen werden, um die bauliche Nutzung von Grundstücken zu erhöhen. Weiterhin wird eine Öffnung der Zukunftsorte für die klassische KMU gefordert. Die FG Bau vertritt die Interessen der mittelständischen Bauwirtschaft, sie spricht für rund 900 Betriebe in Berlin und Brandenburg. Damit ist der Verband der größte Arbeitgeber am Bau und auch der größte Bauwirtschaftsverband in der Region. Dass der Mangel an Gewerbeflächen die Bauwirtschaft ausbremst, ist schon seit längerem bekannt. Jetzt geht es darum, das zu ändern und auf eine gesunde Mischung von Wohnungen und Gewerbeflächen zu achten. Der Beschluss des Rats der Bürgermeister ist damit ein wichtiges Zeichen.

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