Mangelhafte Holzpellets gefährden zunehmend die Heizung

News | Frank Kessler | 15.08.2019
Mangelhafte Holzpellets gefährden zunehmend die Heizung
Foto: TÜV Rheinland

Holzpellets sind als Brennstoff sehr beliebt. Dabei sollte beim Kauf aber nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Qualität der Pellets geachtet werden. Denn aktuell werden nicht nur hochwertige, sondern auch mangelhafte Holzpellets im Handel angeboten. Wird mangelhafte Ware gekauft oder werden die Pellets falsch gelagert, kann es zu Schäden an den Heizungen kommen.

Wer in seinem Haus eine Pelletheizung betreibt, sollte die notwendigen Holzpellets am besten bei bekannten Verkäufern und zuverlässigen Quellen beziehen, die nur hochwertige Qualität anbieten. Mit zertifizierter Ware heizt es sich viel sicherer. “Gerade bei Online-Schnäppchen unbekannter Herkunft besteht die Gefahr, dass die Ware die Heizung schädigt und dann nicht mehr reklamiert werden kann“, erklärt Fanny Saß, Expertin für die Zertifizierung von Holzpellets bei DIN CERTCO, einem Tochterunternehmen von TÜV Rheinland. Auf günstige Angebote muss aber trotzdem nicht verzichtet werden, wenn Nachbarn, die ebenfalls mit einer Pelletheizung heizen, gemeinsame die Holzpellets bestellen. Zahlreiche Händler bieten verlockende Rabattangebote, wenn große Mengen bestellt und abgenommen werden. Es kommt aber nicht nur auf eine hochwertige Qualität beim Pelletkauf an, sondern auch auf eine sachgerechte und trockene Lagerung der Holzpellets. Diese müssen nämlich immer trocken gelagert werden, damit sie beim Heizen die gewünschte Qualität und Wärme bieten.

Wodurch zeichnen sich Pelletheizungen aus?

Pelletheizungen bieten nicht nur eine gute Klimabilanz, sondern auch geringe Betriebskosten. Aus diesen Gründen werden Holzpellet-Heizungen immer beliebter und gehen vermehrt in Betrieb. Doch bei mangelnder Qualität und nicht sachgerechter Lagerung der Holzpellets  kann es zu Schäden an der Heizanlage oder zu einem Abfall der Heizleistung kommen. Wichtig ist daher, dass die verwendeten Holzpellets die internationalen Norm ISO 17225-2:2014-09 erfüllen. Unbekannte Hersteller oder Onlineschnäppchen bringen daher in vielen Fällen nicht die erhofften finanziellen Vorteile. Werden durch minderwertige Holzpellets Schäden an einer Heizanlage verursacht, können diese nicht mehr als Garantiefall reklamiert werden. Es sollte daher beim Kauf von Holzpellets nicht nur stets der Hersteller bekannt sein, sondern auch das Produktionsjahr.

Der sichere Betrieb einer Pelletheizung

Für die Herstellung von Holzpellets dürfen keine behandelten Holzreste verwendet werden. Sie sollten daher aus unbehandelten Hobel- und Sägespänen, sowie Hackschnitzeln zusammengepresst werden. Bei den Zertifizierungen wird darauf geachtet, dass die Holzpellets frei von Schadstoffen, wie Quecksilber oder Blei sind und keinen zu hohen Feinanteil enthalten. Es würden zu einer verstärkten Verrußung beim Heizen kommen, wenn der Feinanteil zu hoch ist. Holzpellets haben das optimale Maß, wenn sie vier Millimeter lang sind, weil dann eine optimale Passage der Förderschnecken möglich ist.

Feuchtigkeit muss bei der Pelletlagerung komplett ausgeschlossen werden, weil ansonsten die gelagerten Pellets unbrauchbar werden. Selbst geringe Feuchtigkeitsmengen führen zum Aufquellen der eingelagerten Pellets führen und machen diese sofort unbrauchbar. Die fachgerechte Errichtung des Pelletlagers sollte daher gleich beim Einbau der Heizung geplant und nach Fertigstellung kontrolliert werden. Wer nicht gemeinsam mit Nachbarn eine Pelletbestellung aufgeben kann, um Kosten zu sparen, sollte über ein größeres Pelletlager nachdenken. Je mehr Pellets beim Einkauf bestellt werden, desto günstiger sind die Preise.

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