Mehr Anstrengung bei energetischer Sanierung

News | Jennifer Brandt | 22.05.2015
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Foto: Roland Riethmüller

Die Energiewende ist eines der Kernziele der aktuellen Bundesregierung. Dass dafür immer noch nicht alle notwendigen Maßnahmen getroffen sind, gefährdet das Ziel durchaus. Dazu gehört auch, dass die Anstrengungen bei der energetischen Gebäudesanierung derzeit immer noch nicht in vollem Umfang vorangetrieben werden. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert deswegen einen größeren Einsatz, dieses Ziel zu erreichen.

Die Klimapolitik ist eines der am stärksten priorisierten Themen der amtierenden Bundesregierung und dennoch sind die eingeleiteten und darüber hinaus möglichen Maßnahmen immer noch nicht in ihrem vollen Umfang ausgeschöpft. So zumindest beurteilt es die IG BAU, die deswegen auch starke Kritik am Verhalten der Bundesregierung übt. Immerhin ist das erklärte Ziel, den bundesweiten Energieverbrauch bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent zu senken. Faktisch wurden gerade erst einmal 27 Prozent erreicht.

Für die IG BAU ist einer der wesentlichen Gründen für diese Entwicklung, dass nicht nachhaltig genug an dem Einsparpotential der Gebäude gearbeitet wird. Immerhin sollte die Sanierungsquote am Gebäudebestand auf zwei Prozent verdoppelt werden. Nur so kann das ambitionierte Ziel tatsächlich bis 2020 erreicht werden. In der Realität zeigt sich aber, dass weniger als ein Prozent der Wohngebäude heute wirklich energetisch saniert sind.

Solange nicht aktiv dafür gesorgt wird, finanzielle Anreize für mehr energetische Sanierung zu schaffen, wird die Bundesregierung ihr Klimaziel wohl nicht erreichen können. Dass man dabei auch unseren Nachkommen keinen Gefallen tut, ist den Akteuren wohl nicht wirklich bewusst. Wenn kein Umdenken stattfindet, ist das erklärte Klimaziel in erdenklich weiter Ferne.

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