Mehr Ausbildungsplätze als Auszubildende im Handwerk

News | Stephan Gruber | 13.09.2010

Das Handwerk hat bis zum 31. August 2010 bundesweit 114.345 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das sind 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt. Doch während in Westdeutschland 4,4 Prozent mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen werden konnten, sank die Zahl in Ostdeutschland dagegen um 1,7 Prozent. Gleichzeitig gibt es aktuell bundesweit noch rund 10.000  offene Stellen.

Der Zuwachs an Anbildungsplätzen um über 3.500 ist erfreulich und lässt hoffen. Doch die sinkende Zahl in Ostdeutschland macht nachdenklich. Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), sieht die Gründe primär in der demographischen Entwicklung: "In den neuen Bundesländern bekommen die Betriebe den Rückgang der Schulabgänger deutlich zu spüren." Aktuell vermelden die Kammern noch viele offene betriebliche Ausbildungsplätze. Bundesweit konnten fast 10.000 Stellen bislang nicht besetzt werden. Die hohe Zahl an offenen Ausbildungsstellen zeigt die Bemühungen der Handwerksbetriebe, ihre Fachkräfte zu sichern. "Jeder unbesetzte Ausbildungsplatz heute, bedeutet eine fehlende Fachkraft morgen", so der Verbandspräsident.

Alle Jugendlichen, die bislang noch keinen Ausbildungsplatz haben, sind aufgefordert, sich jetzt trotzdem noch zu bewerben. "Am Ball bleiben und Eigeninitiative zeigen, lohnt sich. Wer noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, sollte in die Lehrstellenbörsen der Handwerkskammern schauen, beim Wunschbetrieb auch einmal persönlich vorsprechen oder Nachvermittlungsaktionen nutzen", so Kentzler. Selbst für Jugendliche, die noch nicht die nötige Ausbildungsreife mitbringen, gibt es noch zahlreiche Angebote im Bereich der Einstiegsqualifizierung.

Aktuelle Kommentare zum Beitrag.

Wir stellen diese Frage, um automatisierten Spam zu verhindern.

Das könnte Sie auch interessieren.