Mehr Ausbildungsverträge in der Bauwirtschaft

News | Frank Kessler | 01.12.2014
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Foto: Roland Riethmüller

Das erste Vierteljahr des Ausbildungsjahres 2014/2015 liegt nun bald hinter uns und es lässt sich eine erste Bilanz ziehen. So ist deutlich zu erkennen, dass es endlich mal wieder eine positive Entwicklung bei den geschlossenen Ausbildungsverträgen in der Bauwirtschaft gibt. Doch das soll nicht gleichzeitig heißen, dass die Talsohle bereits durchschritten ist. Vielmehr gilt es, diesen Erfolg sinnvoll auszubauen, um langfristig noch mehr Auszubildende für die Bauwirtschaft zu gewinnen.

Seit Jahren leidet die deutsche Wirtschaft unter einem Fachkräftemangel. So auch insbesondere im Handwerk. Doch in diesem Jahr lässt sich erstmals nach drei Jahren vermelden, dass es in der Bauwirtschaft einen leichten Anstieg an geschlossenen Ausbildungsverträgen gibt. Damit liegt die Bauwirtschaft nicht nur im Handwerk selbst, sondern auch insgesamt vor allen Brachen, die immer noch mit rückläufigen Zahlen zu kämpfen haben. Denn in Industrie und Handel sind die geschlossenen Ausbildungsverträge auch im Ausbildungsjahr 2014/2015 gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent, im Handwerk sogar um 1,6 Prozent gesunken.

Die SOKA-BAU beziffert die aktuell bestehenden Ausbildungsverträge auf 11.166 Verträge. Unter Berücksichtigung der 11.087 Verträge im letzten Jahr, stellt dies ein Plus von etwa 0,7 Prozent dar. Das ist nun natürlich nicht die Welt, doch trotzdem der Beweis, dass man auf dem richtigen Weg ist.

Dieser Erfolg kommt letztlich schließlich nicht von allein. Vielmehr ist er ein Ergebnis der zahlreichen Initiativen zur Nachwuchsgewinnung. Aber auch die umlagenfinanzierte Ausbildungsförderung in der Bauwirtschaft, die zur Entlastung der Ausbildungsbetriebe beiträgt, hat Rechnung getragen. Doch auf dem Erfolg darf man sich jetzt keinesfalls ausruhen. Zum einen möchte man noch mehr Jugendliche für eine Ausbildung in der Bauwirtschaft gewinnen. Zum anderen herrscht in dieser Branche ein Ausbildungsüberangebot, das längst noch nicht ausgeschöpft ist.

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