Mehrgeschossiger Wohnungsbau: Kalksandstein weiter Marktführer

News | Frank Kessler | 27.07.2020
Mehrgeschossiger Wohnungsbau: Kalksandstein weiter Marktführer
Foto: Roland Riethmüller

Die Zahlen des Statistischen Bundesamts machen es deutlich, denn auch im Jahr 2019 war Kalksandstein der am meisten eingesetzte Baustoff im mehrgeschossigen Wohnungsbau. Das verwundert nicht, denn das Baumaterial ist kostenschonend, erspart Zeit beim Bauen und lässt sich individuell einsetzen. Außerdem besitzt dieser Baustoff einen hohen Schallschutz und birgt aufgrund seiner Eigenschaften ein hohes Potenzial für eine wirtschaftliche Mauerwerksbauweise.

"Die Zahlen belegen: Kalksandstein ist im erheblichen Maße an der Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum beteiligt", kommentiert Jochen Bayer, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Kalksandsteinindustrie (BV KSI), die veröffentlichten Zahlen. Weiterhin betont er, dass der Baustoff mit knapp über 300 Euro je Kubikmeter Rauminhalt um 7,8 Prozent günstiger ist als Stahlbeton. Gegenüber dem Baustoff Holz macht das sogar 15,1 Prozent aus. Somit leistet der Baustoff einen wichtigen Beitrag beim Bau von bezahlbarem Wohnraum.

Die Vorteile des Baustoffs Kalksandstein

Damit Kalksandstein seine Vorteile ausspielen kann, ist eine energieeffiziente und ressourcenschonende Bauweise notwendig, aber es ist auch eine schnelle Bauweise nötig. Der Baustoff ist kostenschonend, ermöglicht eine individuelle Bauweise und hat genügend Potenzial für einen wirtschaftlichen Mauerwerksbau. Besonders macht sich das bei der modularen Bauweise bemerkbar. Denn nicht nur der Kostenfaktor spielt eine Rolle, sondern der Einsatz von massiven Kalksandsteinen sorgt auch für einen hohen Schallschutz und hat eine sehr gute Tragfähigkeit. Die Wände können so schlanker gebaut werden. Das verschafft eine zusätzlich Wohn- und Nutzfläche, was besonders in dicht besiedelten Wohngebieten ein großer Vorteil ist.

Nicht nur der bezahlbare Wohnraum ist wichtig

In den kommenden Jahren ist nicht nur der bezahlbare Wohnraum wichtig. Die Gesellschaft muss auch im Bezug auf den Klimaschutz umdenken. "Wir nehmen diese Herausforderungen an und werden mit der Kalksandsteinindustrie unseren Beitrag zu einem zukunftssicheren Klimaschutz leisten", erklärt Roland Meißner, Geschäftsführer des BV KSI. Weiterhin betont er, dass die Kalksandstein-Werke gut aufgestellt sind. Schon jetzt hat der Baustoff eine gute Ökobilanz und kann einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Trotzdem kann sich die Kalksandsteinindustrie nicht darauf ausruhen. Es wird weiterhin an der Verbesserung der Umweltbilanz gearbeitet. So werden beispielsweise die Produktionsprozesse analysiert und optimiert. Im Bereich der Bauanwendung wird ebenfalls geforscht. Trotzdem muss erwähnt werden, dass ohne Fachkräfte kein Bau eines hochwertigen Gebäudes realisiert werden kann.

Aktuelle Kommentare zum Beitrag.
  (Geschrieben von Hermann Hewene… am 28.07.2020 )

Kalksanstein ist okay und variantenreich im Einsatz, angefangen von Stabilität, leicher Verarbeitbarkeit, bis hin zum Sichtmauerwerk.

Zum Artikelbild möchte ich aber anmerken, dass hier eine Fachkraft in T-Shirt und kurzer Hose dargestellt wird. In Zeiten, in denen die BG's verstärkt um Prävention gegen Hautkrebs durch Sonnenstrahlung wirken, zeugt dies nicht von besonderer Weitsicht des Autors, bzw. dessen PR-Abteilung.

Bitte auch über den Tellerrand hinaus schauen - danke!

mfG

H. Hewener

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