Meisterleistung: Deutsche Meisterschaft der Bauberufe 2022

Meisterleistung Deutsche Meisterschaft der Bauberufe 2022
Foto: Roland Riethmüller

Wieder einmal fand in diesem Jahr die Deutsche Meisterschaft in den Bauberufen statt. Knapp 60 Nachwuchshandwerkerinnen und Nachwuchshandwerker stellten vergangene Woche ihr Können unter Beweis. Jeweils in acht Bauberufen traten dabei die Besten gegeneinander an und kämpften um den Meistertitel. Zugelassen waren nur die Landessieger der jeweiligen Berufe. Die Bauwirtschaft gehört mit rund 911.000 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern in Deutschland.

Die 71. Deutsche Meisterschaft in den Bauberufen 2022 ist beendet. Junge Nachwuchshandwerkerinnen und Nachwuchshandwerker aus den Bereichen der Beton- und Stahlbetonbauer, Brunnenbauer, Estrichleger, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Maurer, Straßenbauer, Stuckateure und Zimmerer kämpften im Berliner Lehrbauhof um den Meistertitel. Deutscher Meister der Beton- und Stahlbetonbauer und damit Goldmedaillengewinner wurde der 21-jährige Linus Glas aus dem bayrischen Velburg. „Es war eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, vor allem die Zeitvorgabe“, erklärte Glas nach der Preisverleihung. „In den letzten Sekunden hatte ich gerade den letzten Draht gebunden. Das war eine Punktlandung.“ Dass eine derartige Veranstaltung echte Talente hervorbringen kann, weiß auch Felix Pakleppa, der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB): „Mit einer Ausbildung am Bau können junge Menschen den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere in der Branche legen.“

Deutsche Meisterschaft beurteilt die besten Nachwuchskräfte am Bau

Weitere Goldmedaillen holten sich unter anderem als beste Estrichleger Julius Dischinger aus Baden-Württemberg. Nach der Preisverleihung erklärte er, dass er sich nur wenige Chancen eingeräumt hätte. Umso überraschter sei er von seinem Sieg. Thomas May aus Bayern ist als bester Brunnenbauer Deutschlands 2022 ausgezeichnet worden. Robin Liebler aus Baden-Württemberg holte sich den Meistertitel als bester Fliesenleger in Deutschland. „Ich hatte mich sehr viel vorbereitet“, erklärte Liebler nach der Preisverleihung. „Im Wettbewerb habe ich dann sofort losgelegt. Jetzt bin ich gespannt, was kommt.“ Leon Allendorf stammt als bester Maurer aus Hessen. „Wahnsinn. Mit dem ersten Platz habe ich absolut nicht gerechnet“, so Allendorf. Deutschlands bester Straßenbauer ist Tom Schmutzler aus Sachsen. Silas Hildebrandt stammt aus Baden-Württemberg und ist der beste Stuckateur in Deutschland. „Es war ein harter Wettkampf“, sagte Hildebrand nach der Preisverleihung. „Bis zur letzten Sekunde war es spannend.“ Der beste Zimmerer ist Pascal Frauendorf aus Sachsen. „Gerade der Austausch mit den anderen bei der Meisterschaft war super“, erklärte Frauendorf nach seinem Sieg.

Meisterleistung auch im Elektrohandwerk

Darüber hinaus fand fast zeitgleich in Oldenburg auch die Deutsche Meisterschaft im Elektrohandwerk statt. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr sechs Teilnehmer in unterschiedlichen Bereichen. Die Gewinner sind der nordrhein-westfälische Sebastian Breuer (22) als bester Elektroniker mit der Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik. Der 26-jährige Jesse Bo William Linker aus Hamburg erkämpfte sich als Informationselektroniker mit Schwerpunkt Bürosystemtechnik die Goldmedaille. Simon Metzendorf (21) aus Bayern wurde bester Systemelektroniker und der 20-jährige Justus Sinn (20) aus Baden-Württemberg der beste Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik. Die Goldmedaille als bester Elektroniker mit Fachrichtung Automatisierungstechnik erkämpfte sich Alexander Bökmann (23) aus Nordrhein-Westfalen. Tobias Brünjes (22) aus Bremen wurde als bester Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik ausgezeichnet.

Sicherung des dualen Ausbildungssystems

“Mit Energiewende und Digitalisierung ist unser Aufgabenspektrum enorm gewachsen”, erklärte Lothar Hellmann, der Präsidenten des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). “Schließlich sind E-Handwerker längst auch für die Installation von Photovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur für Elektromobilität oder auch intelligenter Energiemanagementsysteme verantwortlich.“ Aus diesem Grund äußerte sich Hellmann deutlich ablehnend gegenüber Teilqualifizierungen als “Schnellwaschgänge” zur Ablösung des bewährten dualen Ausbildungssystems zur Fachkräfteentwicklung.

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