Meisterstück im Brückenbau - Hochtief versetzt Lennetalbrücke

News | Frank Kessler | 10.03.2021
Meisterstück im Brückenbau - Hochtief versetzt Lennetalbrücke
Foto: Hochtief

Der Baukonzern Hochtief hat weltweit schon viele Projekte im Brückenbau realisiert. Mit dem Versetzen der fast einen Kilometer langen Lennetalbrücke hat das Unternehmen ein wahres Meisterstück vollbracht. Denn noch nie hatte jemand versucht, eine Brücke von diesem Ausmaß zu bewegen. Doch es ist gelungen, die Brücke erfolgreich in die endgültige Position der A45 zu bringen. Somit sind die Weichen für Bauprojekte in der Zukunft gestellt.

Rund sechseinhalb Stunden hat es gedauert, um Ende vergangener Woche den 30.000 Tonnen schweren und einen Kilometer langen Brückenkoloss um 19,15 Meter seitlich zu verschieben. Nur wenige Zentimeter entfernt liegt der Brückenzwilling, über den aktuell noch der Verkehr in beide Richtungen läuft. “Das Sahneteilchen unseres Bauprojekts ist gelungen, ich bin stolz auf unser Team. Es war Präzisionsarbeit", freut sich Hochtief-Projektleiter Jan Felgendreher. Das sieht auch der Auftraggeber so. "Dass der Verschub heute so gut gelungen ist, stellt die Weichen für künftige Bauprojekte", erklärt Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH des Bundes.

Zu starke Verkehrsbelastung machte den Neubau der Lennetalbrücke erforderlich

Um den Autobahnbetrieb so wenig wie möglich einschränken zu müssen, war der Verschub erforderlich. Rund 90.000 Autos und Lkws befahren täglich die Autobahn. Diese hohe Verkehrsbelastung machte ein Neubau der Brücke notwendig. Bereits im Jahr 2013 hatten die ersten Arbeiten begonnen. Es wird damit gerechnet, dass die sechsspurige Brücke im Sommer 2021 freigegeben werden kann. Die alte Brücke stammt noch aus dem Jahr 1967, als die Verkehrsbelastung noch nicht so hoch war. In den vergangenen Jahren hat Hochtief bereits mehrere Großbrücken auf internationaler Ebene bewältigen können, zuletzt in Kanada und in Edinburgh.

Hochtief leistete Präzisionsarbeit im Brückenbau

Gemeinsam mit der Autobahn GmbH hat sich Hochtief sehr gut vorbereitet und tausende von Stunden mit der Planung verbracht. Im letzten Jahr fand der Test in der Schweiz statt. Aktuell waren für die Umsetzung 60 Mitarbeiter verantwortlich. "Wir haben die Brücke an 15 Stellen gleichzeitig gezogen”, erzählt Hochtief-Projektleiter Jan Felgendreher. “Die Toleranzen lagen im Millimeterbereich, jeder Handgriff musste sitzen." In Deutschland ist Hochtief noch an weiteren Brückenprojekte beteiligt. Außer an der Lennetalbrücke führt das Unternehmen noch Arbeiten unter anderem in Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg aus. Darüber hinaus hat Hochtief auch die Langenfelder Brücke auf der A7 in Schleswig-Holstein neu errichtet.

Aktuelle Kommentare zum Beitrag.
  (Geschrieben von Kanne am 11.03.2021 )

Guten Morgen,

 

wirklich eine imposante Lesitung von Hochtief, aber beim Gewicht der Brücke kann 30 to doch nicht stimmen bei fast 1 km Länge?

  (Geschrieben von Michael Kampmann am 11.03.2021 )

Guten Morgen zusammen,

 

wir reden hier wohl eher von 30.000 Tonnen Gewicht. Bei 30 Tonnen wäre die Meisterleistung sonst nicht das Versetzen des Bauwerkes, sondern sein Gewicht selber. 

  (Geschrieben von Fiedler am 11.03.2021 )

Ich stimme, schmunzelnd muss ich gestehen, der Aussage des Kollegen Herrn Kampmann zu. Hier liegt wohl ein Tippfehler des Verfassers vor. 

 

Sollte es vielleicht doch stimmen, handelt es sich ggf. um Vibranium als Einlage für den Leichtbeton *grins* 

  (Geschrieben von Red. Meistertipp am 12.03.2021 )

Oh, Sie haben natürlich recht... hier war der Fehlerteufel unterwegs! Wir haben schlappe 29.970 Tonnen unterschlagen. Denn korrekt, es sind 30.000 Tonnen und nicht nur 30 Tonnen! Schon geändert, vielen Dank für den Hinweis!

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