Milliardenkosten am Bau durch Rückenschmerzen

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Foto: Roland Riethmüller

Rückenschmerzen sind der häufigste Grund für Krankmeldungen am Bau, die die Handwerksbetriebe im Baugewerbe zwischen 130 bis 180 Euro am Tag kosten. Damit addiert sich insgesamt der Schaden für die Volkswirtschaft durch Arbeitsunfähigkeit auf rund 30 Milliarden Euro allein durch Rückenschmerzen. Dabei erhalten Handwerksbetriebe Steuervergünstigungen und Zuschüsse, um durch Prävention Krankheiten vorzubeugen und Kosten zu vermeiden.

Vor allem berufsbedingte Rückenschmerzen führen am Bau und den verbundenen Handwerksbranchen zu besonders häufigen Arbeitsausfällen. So sind laut einer Untersuchung der AOK fast ein Viertel der krankheitsbedingten Fehlzeiten in Deutschland auf Rückenschmerzen und Skelett-Erkrankungen (MSE) zurückzuführen. Damit verursachen die Rückenschmerzen beachtliche Kosten für die Volkswirtschaft, hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz 2014 errechnet. Folglich verursacht Arbeitsunfähigkeit insgesamt 103 Milliarden Euro Verlust oder umgerechnet auf die Fallzahlen etwa 30 Milliarden Euro durch Erkrankungen im Bereich des Rückens und der Gelenke.

Auch die Handwerksbetriebe am Bau kommen krankheitsbedingte Arbeitsaufälle mit etwa 130 bis 180 Euro pro Krankentag teuer zu stehen. Bei berufsbedingten Rückenschmerzen mit 16 Tagen Ausfall bedeutet das für einen Handwerksbetrieb Kosten zwischen 2.080 und 2.880 Euro pro Rückenerkrankung.

Dabei können diese teuren Ausfallzeiten durch gezielte Prävention leicht vermeiden werden. Eine vom Deutschen Heilbäderverband in Auftrag gegebene Studie hat sogar ermittelt, dass jeder für Prävention eingesetzte Euro am Ende der Volkswirtschaft und den Betrieben drei Euro an Kosten für Krankschreibungen einspart. „Durch gezielte Prävention zur Stärkung des Rückens und zum Schutz der Gelenke können im deutschen Gesundheitswesen Milliarden von Euro eingespart werden“, erläutert Rudolf Weinberger, Kurdirektor in Bad Füssing. Denn Europas führender Kurort zur Behandlung von Erkrankungen im Bewegungsapparat hat ein spezielles Programm für Beschäftigte am Bau entwickelt, um krankheitsbedingte Ausfallzeiten zu reduzieren und Kosten einzusparen. Durch die heilende Wirkung des Bad Füssinger Thermalwassers sowie eine breite Palette unterschiedlicher Therapieansätze zum aktiven Schutz vor und der wirksamen Behandlung von Erkrankungen im Rücken- und Gelenkbereich können so Rückenprobleme in Handwerksbetrieben am Bau deutlich reduziert werden.

Und das Beste: Präventive Maßnahmen werden vom Staat und den Krankenkassen bezuschusst. „Seit Unternehmen pro Jahr und Mitarbeiter 500 Euro steuerfrei für Gesundheitsvorsorge und Krankheitsvermeidung ausgeben können, bezuschussen immer mehr Firmen solche aktiven Gesundheitskurse – und sparen damit vermutlich letztendlich mehr Geld als die Rücken-Trainingsprogramme kosten“, vermutet Weinberger. Handwerksbetriebe am Bau sind also gut beraten, Beschäftigte mit Rückenschmerzen präventiv zu bezuschussen, um sie für die Teilnahme an Präventionskursen zu motivieren. Schließlich übernehmen auch die Krankenkassen in der Regel 80 bis 100 Prozent der Kursgebühren (maximal 150 Euro) für Präventionsprogramme im Rahmen der Primärprävention nach §20 SGB V, sowie im Rahmen einer Ambulanten Vorsorgeleistung die Gebühren für gesundheitsbildende Maßnahmen.

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